Spitäler: Erste Leistungskürzungen spürbar

Mayer warnt vor Einsparungen - Patienten betroffen

Wien (OTS) - Spitalsärztechef und Vize-Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Harald Mayer, warnt vor Einsparungen bei der medizinischen Ausstattung und massiven Leistungskürzungen in den Spitälern. "Punktuell können wir bereits solche Tendenzen beobachten. Jüngst gab beispielsweise die AUVA bekannt, im UKH Linz weniger künstliche Gelenke einzusetzen. Auch erleben wir Spitalsärztinnen und Spitalsärzte immer stärker, dass beim Material gespart wird. Die Bundeskurie Angestellte Ärzte lehnt jede Beeinträchtigung der individuellen Behandlung durch ökonomische Vorgaben ab. Medizin ist kein Produkt, das von der Stange kommen kann", so Mayer am Donnerstag in einer Aussendung.

Die Behandlung der Patienten und das gemeinsame Festlegen des therapeutischen Wegs müssten maßgeschneidert und individuell erfolgen. Die Qualität der medizinischen Ausstattung in den Spitälern wirke sich unmittelbar auf das Wohlbefinden der Patienten aus. Mayer warnt, in den Spitälern unreflektiert einzusparen und die Patienten damit in ein Niemandsland abzuschieben: "Jeder Mensch hat ein Recht auf adäquate medizinische Versorgung. Ein Krank-Sparen geht letztendlich immer auf Kosten der Patienten."

Erst kürzlich gab die Allgemeine Unfallversicherung (AUVA) bekannt, aus Spargründen im Linzer UKH Routineeingriffe wie Knie- und Hüft-Operationen um zehn Prozent zu reduzieren. Patienten müssen damit länger auf Operationen warten oder auf andere Krankenhäuser ausweichen. (jg)

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