VIER PFOTEN zu Wölfen im Wechsel-Gebiet: Koexistenz statt Abschuss

Wien (OTS) - Energisch widerspricht die Tierschutzorganisation
VIER PFOTEN den Forderungen eines Hüttenwirts, zwei ins Wechselgebiet eingewanderte Wölfe abzuschießen. "Anstatt ständig den Abschuss einzelner Tiere zu fordern, muss mit geeigneten Maßnahmen die Koexistenz von Mensch und Wolf sichergestellt werden", erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN.

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN begrüßt die langsame Rückkehr von Wölfen nach Österreich. Mensch und Wolf leben in vielen europäischen Ländern wie Italien, Slowenien und der Slowakei gut miteinander. Die Anwesenheit der faszinierenden Tiere kann auch eine Chance für die Region bedeuten und eine Attraktion für Touristen darstellen. Bedenken aus der Bevölkerung muss mit sachlicher Aufklärung entgegen getreten werden. Johanna Stadler, Geschäftführerin von VIER PFOTEN, betont: "Wölfe stellen für die Bevölkerung keine ernsthafte Gefahr dar. Die Tiere bemerken Menschen frühzeitig und suchen das Weite." Im Nachbarland Deutschland lebt seit zehn Jahren eine kleine Wolfspopulation und es kam zu keinerlei Angriffen von Wölfen auf Menschen.

Vor allem Schafe und Ziegen fallen jedoch ins natürliche Beutespektrum von Wölfen und müssen wirksam geschützt werden. In anderen Ländern haben sich Elektrozäune und Herdenschutzhunde bewährt und Schäden an Nutztierbeständen stark reduziert. VIER PFOTEN befürwortet ferner staatliche Ausgleichszahlungen an Halter, deren Nutztiere nachweislich einem Wolfsangriff zum Opfer gefallen sind. Mittelfristig sollten die Halter in betroffenen Gebieten jedoch verpflichtet werden, als Voraussetzung für Zahlungen einen ausreichenden Schutz der Herden vor Wölfen nachzuweisen.

Experten rechnen bereits seit längerem mit einer stärkeren Zuwanderung von Wölfen, da die Populationen in den Nachbarländern aufgrund wirksamer Schutzmaßnahmen angewachsen sind. Eine große Mehrheit der Österreicher begrüßt die langsame Rückkehr der Wölfe nach Österreich. Johanna Stadler stellt fest: "Das Märchen vom bösen, gefährlichen Wolf ist wissenschaftlich längst widerlegt und gehört ins Reich der Mythen. Freuen wir uns doch lieber darüber, dass die österreichische Fauna bereichert wird."

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