ÖSTERREICH: Festspiel-Affäre seit 2007 bekannt

Prüfbericht von Ernst&Young warnte vor dubiosen Geldflüssen bei Osterfestspielen

Salzburg (OTS) - Die Affäre um die Salzburger Osterfestspiele dürfte den politischen Verantwortlichen schon seit drei Jahren bekannt gewesen sein: Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Donnerstagausgabe berichtet, warnte die Prüfgesellschaft "Ernst&Young" bereits im Juni 2007 in einem Bericht vor Unregelmäßigkeiten und schlug eine rasche Neuorganisation vor.

In dem Bericht, der ÖSTERREICH vorliegt, heißt es wörtlich: "Wir weisen darauf hin, dass zum 30. Juni 2007 die geforderte Eigenmittelquote nach § 23 URG und die Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG nicht gegeben sind und somit die Voraussetzungen für die Vermutung eines Reorganisationsbedarfes gemäß § 22 Abs 1 Z1 URG vorliegen."

Und die Prüfer haben bereits damals die politischen Verantwortlichen über die Missstände bei den Osterfestspielen in Kenntnis gesetzt: "Wir haben die gesetzlichen Vertreter mit Schreiben vom 19. September 2007 über das Vorliegen der Voraussetzungen (. . .) eines Reorganisationsbedarfs informiert." Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ist geschäftsführende Präsidentin der Osterfestspiele.

Brisant sind auch die Kosten, die bei der Prüfung ans Licht kamen:
Demnach kassierten die 22 Beschäftigten der Osterfestspiele im Schnitt 142.00 Euro pro Jahr. In dem Bericht wird auch festgehalten, dass der Bilanzverlust von 938.918 Euro vom Verein der Förderer der Osterfestspiele abgedeckt wird.

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