Kraftwerksausbau: Windkraft Nr. 1 in Europa

Windkraft unangefochten Nummer eins in Europa - Österreich 2009 Schlusslicht

Wien (OTS) - Trotz Wirtschaftskrise ist Windenergie auch 2009 die unangefochtene Nummer eins in Europa, dies zeigt eine brandaktuelle Statistik der European Wind Energy Association (EWEA) und Platts Power Vision. 39 % der im vergangenen Jahr in der EU neu errichteten Kraftwerksleistung sind Windkraftanlagen. Windkraft hat damit zum zweiten Mal alle anderen Technologien übertroffen. Der Ausbau konnte dabei nochmals um 23% im Vergleich zu 2008 gesteigert werden. In Österreich wurde 2009 kein einziges Windrad errichtet. Der neue Tarif gibt aber wieder Hoffnung.

Windkraft neuerlich Nummer 1 beim Kraftwerksausbau

Insgesamt sind in der EU letztes Jahr 10.163 Megawatt (MW) Windkraft neu ans Netz gegangen, dies ist -trotz Wirtschaftskrise- um 23 % mehr als 2008. "Die europäischen Regierungen haben erkannt, dass Windkraft unabhängig von schwankenden Brennstoffpreisen und Energieimporten macht. Deswegen wurden europaweit Rahmenbedingungen für einen raschen Windkraftausbau geschaffen", analysiert Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Spitzenreiter innerhalb Europas ist Spanien mit einem Zubau von 2.459 MW (24 % am Gesamtzubau), gefolgt von Deutschland mit 1.917 MW (19 %), Italien mit 1.114 MW (11 %), Frankreich mit 1088 MW (11%) und UK mit 1077 MW (11%).

In Österreich hingegen wurde letzes Jahr kein einziges Windrad errichtet. "Im Gegensatz zum weltweiten Trend herrschte bei uns seit vier Jahren Stillstand. Der neue Einspeisetarif gibt nun aber Hoffnung, dass an den effizientesten Standorten in Österreich wieder Windkraftanlagen errichtet werden können", so Hantsch.

Erneuerbare Energien halten bereits bei 61 %

Während im Jahr 2009 39 % der neu errichteten Kraftwerksleistung Windkraftwerke waren, hatte die Nummer Zwei, die Gaskraftwerke, nur einen Anteil von 26 %. Photovoltaik hatte im Jahr 2009 bereits einen Anteil von 11 % an der neu errichteten Kraftwerksleistung. Insgesamt hatten die erneuerbaren Energien beim Kraftwerksneubau bereits einen Anteil von 61 %.

Anfang des Jahres waren in der EU Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 74.767 MW am Netz, diese Anlagen erzeugen jährlich 163 Mrd. Kilowattstunden, was 4,8 % des Strombedarfs der EU ausmacht. Der schadstofffreie Windstrom vermeidet mehr als 120 Mio. Tonnen CO2 jährlich. Dies hat dieselbe Wirkung, als würden alle Deutschen und alle Österreicher komplett auf ihr Auto verzichten. "Der Ausbau der Windkraft und der anderen Erneuerbaren Energien in Europa hat einen massiven Beitrag zur Vermeidung von CO2 Emissionen gebracht und dabei große Wertschöpfung und Arbeitsplätze geschaffen", meint dazu Christian Kjaer, Geschäftsführer der EWEA.

In Österreich gab es Anfang 2009 617 Windräder mit einer Gesamtleistung von 995 MW. Diese Anlagen erzeugen 3% des österreichischen Stromverbrauchs. Im Ökostromgesetz ist ein weiterer Ausbau der Windkraft bis 2015 um 700 MW vorgesehen. Die österreichische Windkraftzulieferindustrie hat ein Exportvolumen von über 350 Mio. Euro pro Jahr und wächst gemeinsam mit dem Weltmarkt in atemberaubender Geschwindigkeit.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/110

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Stefan Moidl, IG Windkraft, Tel. +43 676 3707820,
s.moidl@igwindkraft.at
Grafiken und Details auf www.igwindkraft.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IGW0001