"Nachhilfe" (Von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 3. Februar 2010

Linz (OTS) - Bildungsministerin Claudia Schmied hat fürwahr ein geschicktes Händchen, wenn es darum geht, Lehrerinnen und Lehrer zu brüskieren. Mag man in früheren Fällen vielleicht noch wohlwollend und beschönigend gesagt haben, Schmied sei halt "ungeschickt" vorgegangen, indem sie vor einer geplanten Maßnahme die Lehrervertreter nicht kontaktierte, so muss man heute auf Grund der Erfahrungen sagen: Schmieds Vorgangsweise hat Methode. Entweder agiert sie bewusst vom hohen ministeriellen Ross herab und völlig abgehoben. Oder sie scheut einfach die sachliche Auseinandersetzung. Darauf deutet hin, was die Lehrervertreter seit geraumer Zeit bemerken (siehe Bericht S. 13): Die Frau Minister weicht gezielt dem Gespräch mit den Lehrergewerkschaftern aus! Sie mischt sich zwar bei passender Gelegenheit jovial unters Pädagogenvolk, aber den Dialog mit den - gewählten (!) - Funktionären der Lehrerschaft scheut sie ganz offensichtlich. Es ist halt leichter, bei einem Schulbesuch mit den Lehrern Small Talk zu pflegen als mit den Gewerkschaftern harte Verhandlungen zu führen. Letzteres ist aber Teil einer Sozialpartnerschaft, die es auch im Bildungs- und Schulbereich gibt. In diesem "Fach" braucht Claudia Schmied dringend "Nachhilfeunterricht".

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/438

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001