Müssen Pinguine fliegen können?

Wien (OTS) - Susanne Mühlberger ist beim Fensterputzen gestürzt und hat sich einen Brustwirbel gebrochen. Trotz Genesung bleiben 30 Prozent Behinderung zurück - ein Handicap vor allem am Arbeitsmarkt.

Mustafa Seker bekommt in der Nachtschicht bei einer Fastfood-Kette starke Schmerzen in der Brust. Am nächsten Tag hat er einen Herzinfarkt.

Markus Hofbauer leidet an Neurodermitis und Asthma. Er verliert seinen Job in einem Baumarkt, weil er sich den Kunden gegenüber unsicher fühlt.

Das sind drei von 36 behinderten Menschen, denen die Kooperation we work together 2009 wieder Arbeit verschafft hat. Gehandicapte Kandidaten werden befristet oder dauerhaft in Bereichen eingesetzt, für die sie qualifiziert und geeignet sind. "Der Fokus liegt auf Stärken, nicht Schwächen", erklärt Projektvater Josef Buttinger von Manpower. "In anderen Worten: Pinguine müssen nicht fliegen können!"

Dank der vertrauensvollen Kooperation zwischen der Caritas OÖ, dem Bundessozialamt und Personaldienstleister Manpower werden Förderungen maximal ausgeschöpft und an die beschäftigenden Betriebe weitergegeben. "So können Unternehmen Mitarbeiter aufbauen, die sie sich sonst nicht leisten könnten."

Oft hemmen Berührungsängste und verschärfter Kündigungsschutz den Einsatz behinderter Menschen. Gegen erstere werden Einschulungen, Coachings und durchgehende Betreuung organisiert, die bestehenden Mitarbeitern die Scheu vor den neuen Kollegen nehmen. Da diese bei Manpower angestellt sind, trägt auch der Personaldienstleister das volle Beschäftigungsrisiko. "Die meisten werden nach ausgedehnter Bewährungszeit ohnehin übernommen," freut sich Buttinger. "Sie haben nur einen Chance gebraucht, zu zeigen, was in ihnen steckt."

Das Projekt wurde 2009 in Oberösterreich gestartet und wird nun auf Wien und Niederösterreich ausgedehnt.

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