Van der Bellen: Österreich soll sich nicht brasilianischem Megastaudamm beteiligen

Nach türkischem Ilisu-Staudamm wieder Beteiligung an umwelt- und sozialschädigendem Projekt?

Wien (OTS) - Alexander Van der Bellen, außenpolitischer Sprecher der Grünen, bedauert die Entscheidung der brasilianischen Umweltbehörde, die am Montag grünes Licht für Belo Monte, eines der größten Staudammprojekte der Welt, gegeben hatte. "Obwohl laut einem offenen Brief von Bischof Kräutler Präsident Lula versicherte, das Projekt nicht auf Biegen und Brechen durchsetzen zu wollen, sind jetzt die Weichen für ein aus Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsgründen äußerst problematisches Projekt gestellt worden," so Van der Bellen.

Das Projekt sei sehr teuer, würde die Umwelt belasten und die einheimische Bevölkerung vertreiben. Laut brasilianischem Umweltministerium wurden zwar 40 Auflagen verhängt, aber das, meint der außenpolitische Sprecher, "erinnert mich alles zu sehr an das ebenfalls umstrittene türkische Staudammprojekt Ilisu. Hier wurden 150 Auflagen verhängt, die nicht eingehalten wurden. Das hat dazu geführt, dass die bereits erteilten österreichischen Staatsgarantien wieder zurückgezogen wurden." Angeblich, so Van der Bellen, wollen österreichische Firmen sich auch an Belo Monte beteiligen:
"Österreich sollte sich an einem solchen Projekt nicht beteiligen, das sollten uns die schlechten Erfahrungen mit Ilisu gelehrt haben. Auf gar keinen Fall dürfen für dieses Projekt staatliche Garantien vergeben werden."

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005