Schwerer Schönheitsfehler beim Beschluss der Einspeisetarif-Verordnung

Kronberger: PV-Topf auffüllen ist das Gebot der Stunde

Wien (OTS) - Die Freude der österreichischen Photovoltaikanbieter über die endlich erlassene Tarifverordnung für Ökostrom hält sich in Grenzen. Der Grund dafür: "Der mit 2,1 Millionen Euro dotierte Topf für das Jahr 2010 ist schon längst ausgeräumt", erklärt Hans Kronberger von Photovoltaic Austria (PVA): "Wer heute um PV-Tarifförderung ansucht, muss froh sein, wenn er noch vor 2012 sein Projekt umsetzen kann." Das Interesse an Sonnenstromerzeugung ist in Österreich und international enorm groß. Während die Nachbarländer für 2009 wieder Rekordergebnisse vermelden, kommt der PV-Ausbau in Österreich aber nicht richtig in Schwung. Kronberger: "Mit 2,1 Millionen Euro, eine Summe, die in der Stromerzeugung nirgends auch nur eine sichtbare Spur hinterlassen kann, nimmt sich Österreich selbst aus dem Rennen für eine sichere und sozial verträgliche Stromversorgung in der Zukunft!" Die Gegenargumente - "Sonnenstrom ist zu teuer!" und "Österreich ist kein Sonnenland!" - gilt es gegen die Vorteile von Sonnenstrom abzuwägen: Sonnenlicht als Ausgangsbasis für Strom ist fast unendlich vorhanden und hat damit das größte Zukunftspotenzial. Die Modulpreise sind alleine im vergangenen Jahr um 40 Prozent gesunken. Bayern liegt nicht in der Sahara und hat bereits knapp 3 Prozent Sonnenstromanteil. Österreich grundelt noch immer bei 0,5 Promille herum. Österreich hat eine Top-PV-Industrie, die zu fast 100 Prozent vom Export lebt, da ihr der Heimmarkt versagt bleibt. Kronberger: "Es wäre das Gebot der Stunde, bis zur Schaffung eines brauchbaren Ökostromgesetzes im Herbst den leeren PV-Topf für das Jahr 2010 nachzufüllen!"

Das Ausbauziel der Photovoltaik-Industrie in Österreich ist es, bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 8 Prozent an der gesamten Stromversorgung bereitzustellen. Damit ist Sonnenstrom ein wesentlicher Bestandteil zum Erreichen des Ziels von 100 Prozent sauberen Strom bis 2020, wie es die Ökostromverbände im Herbst letzten Jahres skizziert haben.

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