- 02.02.2010, 12:21:40
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Schwerer Schönheitsfehler beim Beschluss der Einspeisetarif-Verordnung
Kronberger: PV-Topf auffüllen ist das Gebot der Stunde

Wien (OTS) - Die Freude der österreichischen Photovoltaikanbieter
über die endlich erlassene Tarifverordnung für Ökostrom hält sich in
Grenzen. Der Grund dafür: "Der mit 2,1 Millionen Euro dotierte Topf
für das Jahr 2010 ist schon längst ausgeräumt", erklärt Hans
Kronberger von Photovoltaic Austria (PVA): "Wer heute um
PV-Tarifförderung ansucht, muss froh sein, wenn er noch vor 2012 sein
Projekt umsetzen kann." Das Interesse an Sonnenstromerzeugung ist in
Österreich und international enorm groß. Während die Nachbarländer
für 2009 wieder Rekordergebnisse vermelden, kommt der PV-Ausbau in
Österreich aber nicht richtig in Schwung. Kronberger: "Mit 2,1
Millionen Euro, eine Summe, die in der Stromerzeugung nirgends auch
nur eine sichtbare Spur hinterlassen kann, nimmt sich Österreich
selbst aus dem Rennen für eine sichere und sozial verträgliche
Stromversorgung in der Zukunft!" Die Gegenargumente - "Sonnenstrom
ist zu teuer!" und "Österreich ist kein Sonnenland!" - gilt es gegen
die Vorteile von Sonnenstrom abzuwägen: Sonnenlicht als Ausgangsbasis
für Strom ist fast unendlich vorhanden und hat damit das größte
Zukunftspotenzial. Die Modulpreise sind alleine im vergangenen Jahr
um 40 Prozent gesunken. Bayern liegt nicht in der Sahara und hat
bereits knapp 3 Prozent Sonnenstromanteil. Österreich grundelt noch
immer bei 0,5 Promille herum. Österreich hat eine Top-PV-Industrie,
die zu fast 100 Prozent vom Export lebt, da ihr der Heimmarkt versagt
bleibt. Kronberger: "Es wäre das Gebot der Stunde, bis zur Schaffung
eines brauchbaren Ökostromgesetzes im Herbst den leeren PV-Topf für
das Jahr 2010 nachzufüllen!"
Das Ausbauziel der Photovoltaik-Industrie in Österreich ist es,
bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 8 Prozent an der gesamten
Stromversorgung bereitzustellen. Damit ist Sonnenstrom ein
wesentlicher Bestandteil zum Erreichen des Ziels von 100 Prozent
sauberen Strom bis 2020, wie es die Ökostromverbände im Herbst
letzten Jahres skizziert haben.
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Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
PHOTOVOLTAIC AUSTRIA Federal Association,
Die Interessensvertretung für Photovoltaik in Österreich
DI Christian Kirchweger, Tel. +43 (0)1 522 35 81-460
mailto:[email protected], www.pvaustria.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/5732
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