Benzinverbrauch 2009 nahezu auf Niveau des Vorjahres, Diesel wurde um 3,9 Prozent weniger getankt

Gesamtverbrauch an Mineralölprodukten weiterhin rückläufig

Wien (OTS) - Der Verbrauch von Benzin und Diesel in Österreich betrug im vergangenen Jahr 7,74 Millionen Tonnen. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2008 einen Rückgang um 3 Prozent. Insgesamt wurden etwa 9,4 Milliarden Liter Treibstoff in Österreich in Umlauf gebracht, wobei auf Benzin ca. 2,4 Milliarden Liter und auf Dieselkraftstoff etwa 7 Milliarden Liter entfielen. Die Marktschätzung des FVMI zeigt bei Benzin einen geringen Rückgang um 0,3 Prozent und bei Diesel eine Verbrauchsreduktion von 3,9 Prozent. Auch der Verkauf von Heizöl Extraleicht (HEL) ging um etwa 14 Prozent zurück.

"Die österreichische Mineralölindustrie ist auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ein stabiler Wirtschaftspartner und garantiert eine verlässliche Versorgung der Autofahrer mit hochqualitativen Treibstoffen. Die negative Verbrauchsentwicklung spiegelt aber die Wirtschaftskrise insbesondere im gewerblichen Bereich wider und ist Ausdruck eines gesättigten Mineralölmarktes, der durch harten Wettbewerb gekennzeichnet ist", so Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie (FVMI). "Von den 1,83 Millionen Tonnen Benzin, die 2009 nahezu ausschließlich über die rund 2.800 öffentlich zugänglichen Tankstellen vertrieben wurden, waren etwa 8 Prozent Normalbenzin, 89,2 Prozent Eurosuper und 2,8 Prozent Super Plus", berichtet Capek.

Wirtschaftskrise reduziert Dieselverbrauch trotz gesunkener Preise

Bei Dieselkraftstoff setzte sich 2009 der rückläufige Trend des vergangenen Jahres fort. Der Verbrauch über alle zwölf Monate gerechnet kam mit 5,91 Millionen Tonnen (inklusive der geringen reinen Biodieselmengen) auf ein Minus von 3,9 Prozent, 2008 waren es minus 2,7 Prozent. "Hauptursache dafür war 2009 die Auswirkung der Wirtschaftskrise, die sich insbesondere im gewerblichen Transportverkehr mit geringeren Kilometerleistungen bemerkbar machte", erklärt Capek.

Bei Diesel wurden rund 57 Prozent über das öffentlich zugängliche Tankstellennetz verkauft. Die verbliebenen 43 Prozent gingen direkt an betriebliche Tanklager von Großkunden, wie Transport- und Bauunternehmen, an Lkw-Autohöfe oder die öffentliche Hand. Der gesamte Absatz von Benzin und Diesel über Tankstellen belief sich auf rund 67 Prozent der gesamten Treibstoffmenge, was 5,2 Millionen Tonnen oder rund 6,3 Milliarden Liter entsprach.

Verkauf an Heizöl Extraleicht zurückgegangen

2009 war für den Absatz von Heizöl Extraleicht (HEL) nach einem starken Beginn ein Jahr mit einer insgesamt rückläufigen Entwicklung. Das Jahresergebnis betrug etwa 1,41 Millionen Tonnen, um 14 Prozent weniger als 2008. Auch bei Heizöl Leicht (HL) ergab sich 2008 mit 285.000 Tonnen ein Rückgang von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Absatz von Flugturbinentreibstoff lag mit 12 Prozent ebenfalls spürbar unter dem Vorjahresergebnis und betrug zirka 640.000 Tonnen.

Unter Einbeziehung aller Mineralölprodukte, vom Flüssiggas über die flüssigen Treib- und Brennstoffe bis hin zu den Schmiermitteln und Bitumen, muss somit für 2009 mit einem Absatzrückgang gerechnet werden. Der Verbrauch von knapp 12 Millionen Tonnen im Jahr 2008 wird auf etwa 11,2 Millionen Tonnen im Jahr 2009 zurückgegangen sein, die offiziellen Verbrauchsdaten des BMWFJ von Jänner bis September weisen bereits ein Minus von knapp 6 Prozent aus.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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