ÖSTERREICH: Mensdorff auch zu Eurofighter verhört

Detail in britischem Akt: "Korrupte Zahlungen" von bis zu 18 Mio. Euro auch in Österreich

Wien (OTS) - Die Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) deckt auf, dass der Akt des britischen "Serious Fraud Office" (SFO), der die Grundlage der Festnahme von Alfons Mensdorff-Pouilly war, auch neue, dramatische Fakten zum Eurofighter-Geschäft der österreichischen Bundesregierung enthält: So habe es im Jahr 2002 "aggressive Zahlungen von Erfolgsprämien an wichtige Entscheidungsträger" in Österreich gegeben, in deren Folge es zur Beschaffung des Eurofighters gekommen sei.

Laut Akt der britischen Korruptionsjäger seien Mensdorff-Pouilly, der alle Vorwürfe bestreitet und für den die Unschuldsvermutung gilt, 107,6 Millionen Euro für "korrupte Drittzahlungen" bei Rüstungsgeschäften etwa in Tschechien, Ungarn und Österreich zur Verfügung gestanden. Allein 18,2 Millionen davon seien für Österreich vorgesehen gewesen, den Verbleib von 14 Millionen Euro konnte Mensdorff-Pouilly bisher offenbar bei Befragungen in London und durch die Wiener Staatsanwaltschaft nicht ausreichend erklären. In Österreich wird gegen den Grafen ebenfalls ermittelt - auf Basis der SFO-Akten.

Der Grüne Peter Pilz erwartet sich nun, "dass jetzt Schwung in die laufenden Eurofighter-Ermittlungen und das Verfahren gegen Mensdorff in Österreich kommt. Es besteht ja der Verdacht, dass London für British Aerospace die Schmiergeldzentrale war. Und dass Mensdorff eine zentrale Rolle beim Eurofighter spielte."

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