Grillitsch fordert Bürokratieabbau für alle Bauern

SPÖ-Gesundheitsminister Stöger soll Biodurchführungsgesetz vorlegen

Wien (OTS) - "15,5% aller landwirtschaftlichen Betriebe
wirtschaften biologisch - Österreich ist EU-weit das Bioland Nr. 1", betont Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch. Allein im Vorjahr 2009 seien wieder 800 Biobauern dazugekommen. Derzeit gebe es 20.800 Betriebe, die 17,5% der gesamten agrarischen Nutzfläche Österreichs biologisch bewirtschaften. Für 2010 seien weitere Steigerungen zu erwarten. "Ein Einstiegsstopp bei Bio besteht nicht, im Agrarumweltprogramm ÖPUL können aber generell keine neuen Gelder bereitgestellt werden, weil die EU eine Fünf-Jahres-Verpflichtung vorschreibt", erläutert Grillitsch. Ein Umstieg auf Bio sei also nur noch für 2010 möglich.

"Derzeit ist nicht klar, wie hoch die Agrarbudgets ab 2014 sein werden. Wir dürfen nichts versprechen, was wir nicht halten können. Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich setzt richtigerweise auf Planungssicherheit und optimale Marktchancen für die Biobauern", meint Grillitsch. "Die Grünen, die sich medial gern aus dem Fenster lehnen, sollen hingegen Farbe bekennen: Wenn bei den Geldern im Umweltprogramm umverteilt werden soll, muss es anderen Betrieben weggenommen werden. Ein Drittel der ÖPUL-Mittel geht an Biobetriebe, 25% der ausgeschütteten Investitionsförderungen helfen den Biobauern bei der Umstellung", so der Bauernbund-Präsident.

Auch die sogenannte konventionelle Landwirtschaft produziere in Österreich auf qualitativem Höchstniveau, erinnert Grillitsch. "Das heißt, unsere Bauern bewirtschaften Flächen und Ställe bei Weitem naturnaher, im Sinne von Verzicht auf Gentechnik, Pestizide und Düngemittel, als die industrielle Landwirtschaft beispielsweise in Benelux-Staaten oder in Spanien. Wir haben die höchsten landwirtschaftlichen Standards punkto Tierschutz und Gentechnik. Das muss der Markt aber auch honorieren", appelliert Grillitsch an die Macht der Konsumenten. Dass sich ausgerechnet die Handelsketten noch mehr Bio-Produzenten wünschen, zeige deutlich deren Absicht, geringere Preise zahlen zu wollen, befürchtet der Präsident eine negative Preisspirale auch im Bio-Segment.

Bürokratiehürden für Bauern abbauen

"Es liegen Gesetzesänderungen auf Schiene, die den Biobauern massive Erleichterungen bringen würden. Vereinfachte Kontrollen und ein vereinheitlichter Sanktionierungskatalog schaffen einen spürbaren Bürokratieabbau für unsere heimischen Biobauern", berichtet Grillitsch. Derzeit prüfen vier verschiedene Kontrollstellen die Auflagen und Qualität der Biobauern. "Genug mit den Lippenbekenntnissen", fordert Grillitsch SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger auf, "endlich ein Biodurchführungsgesetz vorzulegen, auf das wir seit März 2009 warten".
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