Universität für Bodenkultur Wien: ÖH und Rektorat einigen sich auf Verwendung der Sparstrumpfmillionen von Ex-Minister Hahn

Wien (OTS) - Von der ministeriellen Notfallreserve gehen 1,49 Mio. Euro an die Universität für Bodenkultur. In einem offenen Prozess suchte die ÖH BOKU gemeinsam mit der aus den Studierendenprotesten entstandenen Arbeitsgruppe BOKU die brennendsten Probleme an der Universität. Außerdem wurde in einer HörerInnenversammlung Ideen für die Verwendung der Mittel gesammelt. In den im Anschluss stattfindenden Treffen mit dem Rektorat wurde sehr früh das Einvernehmen gesucht und ein gemeinsamer Antrag erstellt.

Einerseits sind die Mittel viel zu gering, um die seit Jahren sich immer weiter zuspitzende Raumnot zu beheben. Andererseits dürfen aus den zu setzenden Maßnahmen keine Folgekosten erwachsen. Dadurch können die bestehenden Probleme nicht gelöst, sondern bestenfalls kurzzeitig gelindert werden. Trotzdem werden die Studierenden einige Verbesserungen direkt zu spüren bekommen:

Der Fokus wurde auf die Bereiche Personal, Ausstattung und Infrastruktur und die Lehrentwicklung gelegt. Beispielsweise sollen durch den vermehrten Einsatz von studentischen MitarbeiterInnen in den nächsten zweieinhalb Jahre Engpässe in der Lehre vermindert werden. "Durch diese Maßnahme wird sowohl das Betreuungsverhältnis gehoben als auch vielen Studierenden die Möglichkeit geboten, aktiv an Forschung und Lehre teilzuhaben", freut sich Paul Himmelbauer, Vorsitzender der ÖH BOKU.

Auch die Verbesserung der bisher inakzeptablen Ausstattung der Hörsälen, der veralteten Technik in den Computerräumen und die Aufstockung der raren Sitzgelegenheiten im öffentlichen Bereich der Universität sind Bestandteil des Antrags. "Es muss endlich an der ganzen Universität W-Lan geben.", fordert Alfons Felice, zweiter stellvertretender Vorsitzender der ÖH BOKU

Zahlreiche Maßnahmen sind im Bereich "Lehrentwicklung" geplant. Neben einem Projekt zur Lehrevaluierung, dem Ausbau von Ethik und Didaktik Bereichen und der Aufstockung der Bibliothekressourcen, ist die Erweiterung der Exkursionsmittel ein zentraler Punkt des Pakets. Diese kommen direkt den Studierenden zugute.

"Das Fehlen von Räumlichkeiten für ein Minimum an geordnetem Lehrbetrieb, die permanente überkapazitäre Auslastung der bestehenden Hörsäle und Seminarräume sowie die zwingende Notwendigkeit der externen Anmietung zur Durchführung von Pflichtlehrveranstaltungen stellt ein großes Problem an der BOKU dar. und kann durch ein Studierendenzentrum an der Türkenschanze behoben werden.", zitiert Florian Kritsch, erster stellvertretender Vorsitzender der ÖH BOKU, den ans Ministerium versandten Antrag und weist damit ein weiteres Mal darauf hin, dass die Universität für Bodenkultur aus allen Nähten platzt.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/10180

Rückfragen & Kontakt:

Paul Himmelbauer, Vorsitzender der ÖH BOKU
Tel.: +43 (0) 676 940 2 490
Paul.Himmelbauer@oehboku.at
http://www.oehboku.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HBK0001