AktionsGemeinschaft: Auch Wirtschaft bei FH-Finanzierung in die Pflicht nehmen!

Rasche Behebung der vom Rechnungshof kritisierten Mängel gefordert!

Wien (OTS) - Wie aus dem Bericht des Rechnungshofes hervorgeht, erfolgte die Finanzierung der Fachhochschulen - entgegen dem erklärten Ziel - bislang überwiegend aus öffentlichen Mitteln. Die Anzahl der verfügbaren FH-Studienplätzen muss weiter ausgebaut werden; hierzu bedarf es jedoch einer stärkeren finanziellen Unterstützung seitens der Wirtschaft. "Die Wirtschaft ist -letztenendes auch in ihrem eigenen Interesse - gefordert, einen substantiellen Beitrag zur Finanzierung des Fachhochschulsektors zu leisten", zeigt Samir Al-Mobayyed, Fraktionssprecher der AG, auf.

Die AG kritisiert, dass in der Frage der FHs eine klare Zieldefinition fehlt. "Es ist unabdingbar, dass das Verhältnis zwischen Fachhochschulen und Universitäten sowie deren jeweilige Zielsetzung im Rahmen einer Gesamtstrategie klar definiert und anschließend auch danach gehandelt wird," stellt Philipp Niederschick, Bundesobmann der AG, klar.

"Eines ist jedoch klar: Die Universitäten immer weiter an das Modell der Fachhochschulen anzugleichen und vice versa ist mit Sicherheit nicht die Lösung des Problems, " unterstreicht Samir Al-Mobayyed und fordert bei dieser Gelegenheit weiters: "Die Gesetzeslage, derer die FH-Studierenden momentan unterliegen, lässt nicht nur berechtigte studienrechtliche Wünsche offen, sondern ist auch laut Experten rechtlich bedenklich."

An Wissenschaftsministerin Karl richtet die AG die dringende Aufforderung, die im Rechnungshofbericht genannten Mängel zu beheben. Besonders problematisch beurteilt die AG die Festlegung der Entwicklungsziele unter Außerachtlassung des Arbeitsmarktes, vor allem wenn man die enge Verbindung zwischen Fachhochschulen und Arbeitsmarkt berücksichtigt. "Aufgrund der beruflichen Herkunft der neuen Ministerin sind wir jedoch optimistisch, dass dieser Aspekt in Zukunft die angemessene Bedeutung erhalten wird", schließt Niederschick.

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