Prammer: Gedenken als Auftrag für die Zukunft Nationalratspräsidentin bei Gedenkfeiern in Auschwitz

Krakau/Auschwitz-Birkenau (PK) - Am heutigen dritten Tag ihres offiziellen Besuchs in Polen nimmt Nationalratspräsidentin Barbara Prammer an den offiziellen Gedenkfeiern zum 65. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz teil. Nach dem Besuch der österreichischen Ausstellung im Museum Auschwitz-Birkenau hielt Prammer fest: "Eine finanzielle Beteiligung Österreichs an der Sanierung der Gedenkstätte ist unumgänglich." Es sei nicht nur dem Gedenken an die mehr als 1,1 Millionen Menschen, die in Auschwitz umgebracht wurden, geschuldet, sondern "die Erhaltung der Gedenkstätte für künftige Generationen ist unbedingt nötig, um jetzt schon vorhandenen bedenklichen Entwicklungen entgegenzuwirken", so Prammer.

Weiters plädierte die Nationalratspräsidentin dafür, dass sich nicht nur einzelne Staaten, sondern die EU insgesamt an dem Projekt beteiligen solle: "In welcher Form dies geschehen wird, steht noch zur Verhandlung" sagte Prammer. Auf Schiene sei auf jeden Fall die Umgestaltung des österreichischen Pavillons auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, "denn das damalige Konzept entspricht auf keinem Fall mehr dem heutigen Geschichtsverständnis" betonte Prammer.

In den Gesprächen, die Prammer bei ihrem Aufenthalt in Polen geführt hat, war deutlich spürbar, dass die bisherigen Aktivitäten Österreichs - nicht zuletzt des Nationalfonds und des Allgemeinen Entschädigungsfonds - deutlich registriert wurden. "Die Neugestaltung des Pavillons kann hier nur ein weiterer Schritt sein", sagte Prammer. Es seien aber noch viele Schritte nötig, um den Blick zurück auf die Gräuel der Vergangenheit mit einem kritischen Blick auf die Gegenwart zu verknüpfen. "Vor allem junge Menschen sollen befähigt werden zu erkennen, warum der Holocaust und seine Entstehungsgeschichte immer von aktueller Brisanz sind und sein werden", sagte Prammer abschließend. (Schluss)

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