Walser: "Auschwitz muss eine beständige Mahnung bleiben"

Grüne: Auch das ist Österreich: Heute Betroffenheit, übermorgen WKR-Ball

Wien (OTS) - "Auch wenn wir es nicht gern hören: Auschwitz - als Symbol für die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten - ist Teil unseres kulturellen Erbes", erklärt der Bildungssprecher der Grünen anlässlich des 65. Jahrestags der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee. "Die Gedenkstätte Auschwitz bleibt eine beständige Mahnung dafür, was Menschen unter bestimmten ideologischen und politischen Voraussetzungen anderen Menschen anzutun imstande sind."
Es sei daher vorbehaltlos zu begrüßen, dass die Republik sich im Bewusstsein ihrer Verantwortung für den Holocaust nun endlich dazu entschlossen habe, die Österreich-Gedenkstätte in Auschwitz-Birkenau grundlegend zu überarbeiten. Zugleich sei aber der gesamte, heute als Museum genutzte Lagerkomplex dringend renovierungsbedürftig. "Polens Premier Donald Tusk hat sich bereits letztes Jahr an zahlreiche europäische AmtskollegInnen mit der Bitte gewandt, diese Instandhaltungsarbeiten finanziell zu unterstützen", argumentiert Walser. "Es stünde der Republik Österreich gut zu Gesicht, sich mit einem signifikanten Betrag zu beteiligen."

"Heute übt sich das ganze Land in Betroffenheit, und von Werner Faymann abwärts wird uns versichert, wie wachsam man gegenüber allen rassistischen oder antisemitischen Tendenzen in der österreichischen Gesellschaft sein müsse. Aber übermorgen singen, lachen und tanzen die Rechtsextremisten auf dem WKR-Ball in den Festsälen der Hofburg, und niemand - mit Ausnahme der Grünen - findet etwas dabei", wundert sich Walser. "Ich warte auf eine Klarstellung aus dem Bundeskanzleramt."

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