Leitl drängt auf flexiblere Arbeitszeiten

Bremsen der Arbeitnehmervertreter verhindert zusätzliche Beschäftigung von Stammpersonal - Gewerkschaft soll jetzt Handschlagfestigkeit beweisen

Wien (OTS/PWK067) - Bei der Einführung flexiblerer
Arbeitszeiten in der Metallindustrie drängt WKÖ-Präsident Christoph Leitl massiv auf rasche Ergebnisse. Er verweist auf das Beispiel von BMW Steyr, wo es bei höherer Arbeitszeitflexibilität möglich wäre, verstärkt auf Stamm- statt auf Leihpersonal zu setzen: "Die Gewerkschaft klagt über steigende Arbeitslosigkeit und sie verlangt auch stets vollzeitbeschäftigtes Stammpersonal statt Leiharbeitskräften. Sie hat es in der Hand, diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Mit flexibleren Arbeitszeiten über einen Konjunkturzyklus hinweg könnten wir Auftragsschwankungen ausgleichen, damit den Anstieg von Arbeitslosigkeit einbremsen, ja sogar zusätzliche Beschäftigte fix einstellen. Das Bremsen der Gewerkschaft ist da unverständlich. Wer sich da verweigert, gefährdet Arbeitsplätze."

Bei den Metaller-Lohnverhandlungen im vergangenen Jahr wurde vereinbart, dass bis Ende März eine neue kollektivvertragliche Vereinbarung über flexiblere Arbeitszeiten gefunden werden soll. Leitl: "Ich gehe davon aus, dass es mit 1. Mai zu signifikant flexibleren Tages-Arbeitszeiten und Durchrechnungszeiträumen kommt. Da muss jetzt die grundsätzliche Vereinbarung der Sozialpartnerpräsidenten von 2007 auch von der Metallgewerkschaft umgesetzt werden. Die Wirtschaft hat bereits ihre Zusagen, etwa beim Mindestlohn, umgesetzt. Jetzt erwarte ich, dass auch die Gewerkschaft Handschlagfestigkeit beweist." (RH)

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