Stöger: Ärztegesellschaften verbessern Versorgungsqualität

Mehrere Ärzte unter einem Dach kommen Patientenbedürfnissen entgegen

Wien (OTS/SK) - Nach dem Kassensanierungspaket stellt Gesundheitsminister Alois Stöger eine weitere große Reform zur Verbesserung des Gesundheitssystems vor. Er legte einen ersten Entwurf für sogenannte "Ärzte GmbHs" vor. "Die medizinische Versorgung wird durch die Ärztegesellschaften verbessert und der niedergelassene Bereich gestärkt", betonte Stöger. Sowohl Patienten als auch Ärzte wollen eine "lebbare Medizin", z.B. in Form von flexiblen Öffnungs- bzw. Arbeitszeiten. Ziel des Gesundheitsministeriums ist es, die Qualität der Versorgung mit Gesundheitsleistungen zu erhöhen. ****

Aufgabe des Gesundheitsministeriums ist dabei die Schaffung von Rahmenbedingungen für diese neue Versorgungsform. Ganz zentral ist der Nutzen für den Patienten. "Durch verschiedene Mediziner unter einem Dach könnte vermieden werden, dass Patienten, wie es jetzt noch üblich ist, vom Hausarzt weiter zu drei verschiedenen Facharzt-Praxen geschickt werden", stellt Stöger in Aussicht. Denkbar sind verschiedene Modelle, z.B. Zusammenschlüsse von Allgemeinmedizinern, die durch ihre Gruppenpraxis lange Öffnungszeiten anbieten könnten oder auch mehrere Internisten mit verschiedenen Spezialgebieten unter einem Dach. "Das Ziel ist die verbesserte Verfügbarkeit und Qualität ambulanter Leistungen für Patienten", so der Gesundheitsminister.

Ärztegesellschaften sind eine Chance für die Ärzte. Sie haben durch diese Vernetzung viele Gestaltungsmöglichkeiten in Fragen der Arbeitszeit, haben die Möglichkeit, Infrastruktur zu teilen und sich in fachlichen Fragen zu beraten. Auch die Haftungsfrage wird neu geregelt. "Mit dieser Reform wird auch eine Entlastung der Spitalsambulanzen angestrebt", so Stöger.

Eines der zentralen Elemente der Differenzierung zwischen Ärztegesellschaften und Ambulanzen ist die Nicht-Anstellung der Ärzte. In einer Ärzte GmbH dürfen ausschließlich Ärzte Gesellschafter sein und müssen auch tatsächlich in der Praxis arbeiten arbeiten. "Wichtig ist, dass so das Grundrecht der Ärzte auf freie Berufsausübung erhalten bleibt und das Modell auch in anderen Fragen verfassungs- und EU-rechtskonform ist", betonte Stöger abschließend. (Schluss) bj

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/195

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0006