Nowkr Bündnis: Antifaschistische Demo gegen den WKR BAll untersagt

Polizeistrategien zum WKR-Ball laufen auf Eskalation hinaus

Wien (OTS) - Wie es um österreichische Verhältnisse bestellt ist, verdeutlicht sich jedes Jahr am Ball des Wiener Korporationsring (WKR), zu dem Größen des europäischen Rechstextremismus anreisen und gemeinsam mit lokaler deutschnationaler Prominenz das Tanzbein schwingen. Zum dritten Mal soll es am 29.1.2010 weitgestreute Proteste, die von einem Straßenfest über radical cheerleading bis hin zu einem Fahrradblock auf der Demonstration reichen, gegen das deutsch-völkische Großevent geben.
Anstatt den WKR Ball, in dem weit rechts stehende Burschenschaften wie die Olympia offensichtlich den Ton angeben und der für seine Vernetzungsfunktion für den europäischen Rechtsextremismus bekannt ist, endlich zu unterbinden, ist nun die antifaschistische Demonstration untersagt worden. Durch die Untersagung zeigt sich, dass Polizei und Stadt Wien sowohl den notwendigen antifaschistischen Protest kriminalisieren wollen, als auch dabei nicht davor zurück schrecken, massiv in demokratische Grundrechte wie Versammlungsfreiheit einzugreifen. Maxi Härter, Presssprecherin des nowkr Bündnisses hierzu: "Es stellt einen absoluten Tiefpunkt der österreichischen Demokratie dar, dass deutschnationale Burschenschafter in der Hofburg, mitten in der Wiener Innenstadt bei Sekt und Walzertakt, ihrer menschenfeindlichen Ideologie frönen können, während der notwendige Antifaschismus hierzulande verunmöglicht wird."
Für die Veranstalter_innen stellt die Untersagung kein Hindernis dar, die Demonstration dennoch durchzuführen. Dass kritischen Antifaschist_innen die legale Grundlage genommen wird, ihren Protest kundzutun, zeigt, dass die Polizei auch kein Interesse an einem geregelten Ablauf der Demonstration hat, sondern eindeutig auf Eskalation aus ist. "Die Untersagung ist für uns ein Grund mehr, sich gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus zur Wehr zu setzen und sich den Protest gegen deutsch-völkische Männerbünde nicht verbieten zu lassen. Die Demonstration wird in jedem Fall stattfinden. Lediglich den geplanten Ablauf der Demonstration können wir somit nicht mehr garantieren." meint Härter abschließend.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/98

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis: 0680-2195333; nowkr@riseup.net

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRA0002