Spindelegger zur Londoner Konferenz: "Ein Scheitern in Afghanistan hätte weitreichende Auswirkungen"

Außenminister: Auch Österreich wird konkreten Beitrag leisten

Wien (OTS) - "Die Unterstützung Afghanistans durch die internationale Gemeinschaft ist weiterhin unerlässlich. Ein Scheitern in Afghanistan hätte weitreichende Auswirkungen - auch für uns in Europa", betonte Außenminister Michael Spindelegger im Vorfeld der morgen in London zusammentretenden Internationalen Afghanistan-Konferenz. Die Konferenz wird sich mit den Themen Sicherheit, Entwicklung und Regierungsführung sowie Regionaler Ansatz und Internationale Architektur befassen. Erwartet werden Vertreter von 79 Staaten und Internationalen Organisationen, darunter UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Österreich wird durch Generalsekretär Johannes Kyrle vertreten sein.

"Auch Österreich wird einen konkreten Beitrag zu den internationalen Stabilisierungsbemühungen leisten. Unser Fokus wird dabei auf den Bereichen Rechtsstaatlichkeit und Aufbau polizeilicher Strukturen liegen", erklärte Spindelegger. So wird Österreich eine Million Euro für humanitäre Hilfe in Afghanistan zur Verfügung stellen. Der entsprechende Beschluss wurde diese Woche von der Bundesregierung getroffen. Die Mittel werden aus dem Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung gestellt und im Rahmen des UNO-Büros zur Koordinierung der Humanitären Angelegenheiten (OCHA) eingesetzt werden. In den kommenden Wochen wird die Bundesregierung zudem den formalen Beschluss über die personelle Beteiligung Österreichs im Rahmen der afghanischen Polizeiausbildung fällen.

Österreich plant darüber hinaus sich im Rahmen des Anti-Korruptionsprogramms von UNODC, den Entminungsmaßnahmen der Vereinten Nationen und den Programmen für Afghanistan der OSZE zu engagieren. Auch in der Umsetzung der Ergebnisse der London-Konferenz wird Österreich aktiv werden. So wird das Außenministerium gemeinsam mit dem Liechtenstein Institute on Self-Determination der Princeton University im Februar eine Implementierungskonferenz organisieren.

"Zur nachhaltigen Stabilisierung Afghanistans ist ein ganzheitlicher Ansatz gefordert. Unser Erfolg wird wesentlich vom effizienten Zusammenwirken aller Akteure in Sicherheit und Entwicklung abhängen", so Spindelegger, der betonte, dass sich Sicherheits- und Entwicklungsbemühungen gegenseitig unterstützten. "Die internationale Unterstützung kann nur dann nachhaltig sein, wenn sie von den afghanischen Strukturen mitgetragen wird. Ohne stärkere Eigenverantwortung ist das "Projekt Afghanistan" zum Scheitern verurteilt."

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/42

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
abti3@bmeia.gv.at
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0002