Spindelegger: Mahnung zur Wachsamkeit gegenüber neuen Formen von Antisemitismus und Rassismus

Außenminister zum 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau

Wien (OTS) - "Auschwitz steht heute weltweit als Synonym für den nationalsozialistischen Völkermord, für die Negation aller Menschenwürde. Auschwitz ist beständige Mahnung, allen Ideologien entschieden und unmissverständlich entgegen zu treten, die die Menschenwürde aufgrund der Verschiedenheit der Herkunft, der Religion, der Nationalität oder der politischen Überzeugung mit Füßen treten", erklärte Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages und des 65. Jahrestags der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

"Aus der moralischen Mitverantwortung für die Vergangenheit schöpfen wir heute die Kraft, engagiert eine Zukunft des Pluralismus der Meinungen, Überzeugungen und Religionen zu gestalten", unterstrich der Außenminister. "Auf diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte fußt auch die Überzeugung, die heute der österreichischen Außenpolitik zugrunde liegt: Der unbedingte Einsatz für die Herrschaft des Rechts und die Geltung der Menschenrechte sind Grundvoraussetzungen für internationale Sicherheit und Frieden, damit Willkür und Tyrannei nicht Platz greifen."

Zu besonderer Wachsamkeit mahnte Spindelegger gegenüber allen Formen des Antisemitismus, der gerade in den letzten Jahren wieder stärker auftritt - sei es in Österreich, Europa oder weltweit:
"Antisemitismus ist kein Phänomen der Vergangenheit. Vielmehr zeigt sich heute oft die Fratze des Antisemitismus und des Rassismus immer unverhohlener. Hier kann und darf es gerade auch in Österreich keine Toleranz oder Nachsicht geben."

Österreich sei sich seiner Verantwortung gegenüber den Opfern und den Überlebenden der Shoa bewusst, unterstrich der Außenminister. "Wir haben die Verpflichtung, das Bewusstsein um den größten Völkermord der Geschichte zu schärfen und unsere jungen Generationen zu Toleranz und Achtung der Menschenrechte zu erziehen", so Spindelegger. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die aktive Mitgliedschaft Österreichs in der internationalen Holocaust Task Force. Mit dem beim Außenministerium mit rund 20 Millionen Euro angesiedelten Zukunftsfonds wie auch durch den Österreichischen Nationalfonds werden Projekte und wissenschaftliche Arbeiten im Interesse und im Gedenken der Opfer des Nazi-Regimes, der Erinnerung an die Bedrohung durch totalitäre Systeme sowie die Achtung der Menschenrechte und gegenseitige Toleranz gefördert. "Mit ihrer Zusage Ende letzten Jahres, insgesamt 20 Millionen Euro für die Instandsetzung der jüdischen Friedhöfe in Österreich zur Verfügung zu stellen hat die Bundesregierung jüngst neuerlich ein klares Zeichen gesetzt", so Spindelegger.

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