Esterházy Kunstpreis Ungarn 2009 sponsored bei Uniqa - Preisträgerausstellung im Collegium Hungaricum in Wien

Eisenstadt (OTS) - Am 26. Jänner wird eine großangelegte zeitgenössische Kunstausstellung im Ungarischen Kulturinstitut in Wien eröffnet, die ein schönes Beispiel für die inhaltsreiche österreichisch-ungarische Zusammenarbeit im Kulturbereich und zugleich für die praktische Anwendung des Arts and Business-Modells darstellt.

Der Esterházy Kunstpreis 'sponsored by UNIQA' wurde 2009 ins Leben gerufen und im selben Jahr zum ersten Mal vergeben. Der Kunstförderungspreis wird an mindestens zwei und maximal drei ungarische KünstlerInnen bis zum vollendeten 35. Lebensjahr im Zwei-Jahres-Rhythmus gleichrangig vergeben und ist mit je 5.000 Euro dotiert. Aus 105 Einreichungen hat die Jury vergangenes Jahr 18 KünstlerInnen ausgewählt, aus denen am Tag der Preisverleihung die PreisträgerInnen ermittelt wurden.

Die Ausstellung zeigt erstmals die Werke der Preisträger: Dániel Horváth, Ákos Siegmund sowie des Künstlerehepaars Lilla Borsos-Lorinc und János Borsos. Bei der Eröffnung wird das Wiener Publikum die Möglichkeit haben, die Künstler persönlich kennen zu lernen.
Es ist für die Veranstalter eine große Freude, dass Dr. Lóránd Hegyi neben dem Juryvorsitz des Esterházy Kunstpreises auch die Kuratorenschaft der Wiener Ausstellung übernahm.

Die Organisatoren erachten es als eine große Ehre und Anerkennung, dass die Bundesministerin für Kultur, Dr. Claudia Schmied, und ihr ungarischer Amtskollege, Dr. István Hiller, Minister für Bildung und Kultur, bei der Eröffnung anwesend sein und die Gäste begrüßen werden. Die Ausstellung kommt in Zusammenarbeit des Collegium Hungaricum Wien, der Esterházy Privatstiftung und des UNIQA Konzerns zustande.

"Ein im Ausland tätiges ungarisches Kulturinstitut kann heutzutage nur dann erfolgreich sein, wenn es hinsichtlich der Qualität der gezeigten Inhalte keine Kompromisse eingeht, und bei der Präsentation dieser Inhalte bedeutende lokale Partner einbeziehen kann. Dies bezieht sich sowohl auf die fachliche Zusammenarbeit wie auch auf das Finanzierungsmodell. Darüberhinaus müssen innerhalb der Mauern des Instituts Innovation und Kreativität die Hauptrolle spielen - und diese beide Aspekte werden durch den Esterházy Kunstpreis und die preisgekrönten Arbeiten weitestgehend erfüllt", erklärt der Direktor des Collegium Hungaricum, Dr. Márton Méhes.

Im Frühjahr 2009 ins Leben gerufen - vergaben Generaldirektor Dr. Stefan Ottrubay von der Esterházy Privatstiftung, Generaldirektor Dr. Konstantin Klien von der Uniqa und Dr. Lóránd Hegyi, Vorsitzender der Jury, am 26. November 2009 im Museum der schönen Künste Budapest die ersten Preise des Esterházy Kunstpreises Ungarn sponsored by UNIQA.

105 eingereichte Arbeiten machten es der unabhängigen Fachjury nicht einfach, eine erste Auswahl zu treffen. Schließlich gelangten 18 Künstler in die Endrunde. Aus diesen wurden die ersten Preisträger des "Esterházy Kunstpreises sponsored by UNIQA" ermittelt.

"Über mehr als vier Jahrhunderte erstreckt sich die Sammelleidenschaft und das Mäzenatentum der Fürsten Esterházy. Die Esterházy Privatstiftung trägt heute die Verantwortung für eine außerordentlich umfangreiche und qualitätsvolle Kunstsammlung. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Esterházyschen Sammlungsbestände mit zeitgenössischer Kunst zu ergänzen und auch die Förderung und Unterstützung junger aufstrebender Künstler, sowie wichtiger Kulturaktivitäten auf unterschiedlichste Art und Weise fortzusetzen. Eine der wesentlichsten kulturellen Initiativen, die wir in Ungarn setzen, ist die Einrichtung des Esterházy Kunstpreis Ungarn. Dass wir dabei die UNIQA als Partner und Sponsor gewinnen konnten, freut uns außerordentlich," so Generaldirektor Dr. Stefan Ottrubay.

Es handelt sich dabei um einen Kunstförderungspreis für ungarische Künstler bis zum vollendeten 35. Lebensjahr, der im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben wird. Vorerst ist der Preis allein auf das künstlerische Medium der Malerei beschränkt. Er wird gleichrangig an mindestens zwei und maximal drei Künstler vergeben und ist je PreisträgerIn mit EUR 5.000 dotiert. Die Gründer des Preises behalten sich zudem zusätzlich vor, die GewinnerInnen bis zur Vergabe des nächstfolgenden Kunstpreises, mit der Herausgabe einer monographischen Publikation und mit der Förderung für die Erstellung einer persönlichen Website zu unterstützen.

105 Künstler haben die Chance genutzt und sich online auf der Website www.esterhazy-kunstpreis.at beworben.

Die aus unabhängigen Juroren bestehende Fachjury - Dr. Lóránd Hegyi, Dr. Alexander Tolnay, Judit Niklai, Tijana Stepanovic, Áron Fenyvesi, Gábor Rieder, GD Dr. Stefan Ottrubay von der Esterházy Privatstiftung und GD Dr. Konstantin Klien von der UNIQA - hat in einem ersten Auswahlverfahren im September 2009 die 18 Künstler für die Endrunde definiert.

Die Künstler Ákos Siegmund, László Hatházi, László Gyorffy, Eszter Szabó, Dániel Horváth, Róbert Batykó, Boglárka Balogh, Rita Bolla, Lorinc Borsós, Krisztián Sándor, Zsófi Barabás, Zsuzsa Moizer Z, Petra Klára Szabó, Csaba Szentesi, Csaba Kis Róka, Kata Töttös, Áron Hidvégi, Hajnal Miklós haben ihre Originalwerke am 5. Oktober 2009 in Budapest der Fachjury präsentiert, die daraus die ersten Gewinner des "Esterházy Kunstpreis Ungarn sponsored by UNIQA" ermittelt hat.

Dr. Lóránd Hegyi, Vorsitzender der Jury erklärte zum Preis:
Beim Zuerkennen des Esterházy-Preises spielen in erster Linie folgende Kriterien eine entscheidende Rolle: fachliches Niveau, künstlerisches Talent und Konsequenz, Reifegrad, ästhetischer Zugang, Aktualität und Originalität.

In den Werken der PreisträgerInnen widerspiegelt sich die Weltsicht, das komplexe Bild von gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen der jungen Künstler und Künstlerinnen unserer Zeit in einer anspruchsvollen, reifen und gut ausgearbeiteten Form. Das Wertesystem hinter den sichtbaren Phänomenen sowie die Simulacra der Alltagsrealitäten stellen das gemeinsame Thema der Einreichungen dar. In der Gesamtheit der künstlich ausgearbeiteten und manipulierten Darstellungen und Realitäten kommen verschiedene Werte und Verhaltensmodelle, Sehnsüchte und Ziele zum Vorschein, die klarerweise die visuellen Formen der Wirklichkeit festlegen. In den Werken der PreisträgerInnen erhält diese feine, kritisch-analytische Weltschau Form und diese neue Narration bestimmt die Ausdrucksweisen.

UNIQA und Kunst- und Kultursponsoring gehören seit vielen Jahren zusammen. Für UNIQA als größten Kunstversicherer Österreichs steht hinter diesem Engagement auch die Überzeugung, als Privatunternehmen zum Erhalt hochwertiger Qualität zeitgenössischer Kunst beitragen zu müssen. UNIQA unterstützt daher den Esterházy-Kunstpreis Ungarn, erklärt Generaldirektor Dr. Konstantin Klien das Engagement für den Kunstpreis.

Die preisgekrönten Künstler:

Dániel Horváth ist 29 Jahre jung. Er studierte bei Árpád Szabados an der Universität für bildende Kunst Budapest. Es wurden ihm bereits mehrere Preise zuerkannt: 2003-2004 das DAAD-Stipendium an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg, 2005 der Kondor Béla-Preis, 2006 der Herman Lipót-Preis, 2007 erwarb er den 2. Platz beim Essl Award und 2008-2009 erhielt er das Derkovits-Stipendium. Horváth setzt sich mit der Frage auseinander, wie der Mensch funktioniert, wie weit er animalisch ist und wie weit göttlich, wie sich die Persönlichkeit entwickelt, was uns zum Menschen macht. Er widmet sich nur Themen, die er selbst erlebt hatte. Er stellt sich immer wieder die Frage, ob wir durch unsere Persönlichkeit determiniert sind oder dies erst durch die Gesellschaft werden.

Kontakt:
Galerie Nextart, www.nextartgaleria.hu, info@nexartgaleria.hu

Borsos Lorinc - eine Marke, die vom Künstlerpaar Lilla Lorinc und János Borsos 2008 ins Leben gerufen wurde. Seit diesem Zeitpunkt erscheinen die gemeinsam entstandenen Werke unter diesem Brand. Lilla ist die "Leiterin für Intuition" und János der für konzeptionellen Maximalismus zuständige Direktor. Beide studierten an der Universität für bildende Kunst Budapest. Ihr Mission Statement lautet: "Borsos Lorinc ist für uns wie ein See von unendlicher Tiefe, in dem wir gemeinsam fischen und einen Fisch in jeder Größe erwischen können".

Kontakt:
www.borsoslorinc.blogspot.com, borsos.lorinc@gmail.com

Der 32-jährige Ákos Siegmund studierte an der Universität für bildende Kunst Budapest in der Klasse von Zoltán Tölg-Molnár und Ferenc Kis-Tóth. Als Ausgangspunkt seiner Gemälde dienen Fotos, Filmausschnitte, gestellte Szenen. "Wir betrachten alles in Zusammenhängen, die wir inbrünstig lieben. Diese Zusammenhänge sind aber längst zum Leben erwacht und manipulieren uns rückwärts. Es gibt keine Trends, nur individuelle Fälle, niemand will sich von zeitgemäßen Formalitäten ausgehend definieren oder definieren lassen. [...] Wir haben von Minute zu Minute mit der Gegenwart zu tun und ein Up-to-Date-Weltbild ist für jeden ein absolutes Muss."

Kontakt:
Galerie Neon, www.galerianeon.hu, info@galerianeon.hu

Weitere Bilder unter:
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Rückfragen & Kontakt:

Erika Schneider
schneidererika@t-email.hu
Tel.: +3630/922 0569

Dr. Márton Méhes
marton.mehes@collegiumhungaricum.at
Tel.: +431/214 0581-200

Esterházy Privatstiftung
Edeltraud Werschlein / Kovacsics Katalin
mailto:k.kovacsics@esterházy.at
Tel.: +43/2682/63004-403

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