Zukunftsgespräche und Gedenken Nationalratspräsidentin Prammer zu Arbeitsbesuch in Polen

Warschau/Wien (PK) - Entgegen den unbehaglichen arktischen Temperaturen, die in der vergangenen Nacht in Warschau unter minus 30 Grad gesunken sind, verliefen die Gespräche von Nationalratspräsidentin Prammer am ersten Tag ihres Arbeitsbesuches in Polen in ausgesprochen freundlicher Atmosphäre. Am Vormittag traf Prammer, die auf der zweitägigen Reise unter anderem von NR-Abgeordnetem Karl Donabauer, dem Vorsitzenden der bilateralen parlamentarischen Gruppe Österreich-Polen, begleitet wird, mit Vertretern des polnischen Parlaments zusammen. "Eine zukünftige engere Zusammenarbeit der nationalen Parlamente aufgrund des Inkrafttretens des Lissabon-Vertrages stand im Mittelpunkt der Gespräche", so Prammer nach ihren Treffen mit Sejm-Marschall Bronislaw Komorowski und Senats-Marschall Bogdan Borusewicz. Komorowski drückte im Gespräch mit Prammer seine Hoffnung aus, dass die im Lissabon-Vertrag festgelegten Mechanismen mit Bedacht angewendet werden. "Unsere gemeinsame Sorge sollte sein, dass wir diese Möglichkeiten nutzen, ohne zugleich den europäischen Gesetzwerdungsprozess zu blockieren", betonte der Sejm-Präsident. Präsidentin Prammer hielt fest, die neu geschaffenen Instrumente seien eine spannende Herausforderung, die alle Beteiligten dazu verpflichten, sich noch intensiver als bisher mit Europafragen auseinanderzusetzen.

Nach einer Kranzniederlegung am Grabmal des Unbekannten Soldaten und dem Besuch des während des 2. Weltkriegs völlig zerstörten, zwischen 1971 und 1984 wieder aufgebauten Königsschlosses im Stadtzentrum von Warschau traf Präsidentin Prammer am Nachmittag mit Vizepremierminister und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak zusammen. Neben der Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder standen vor allem die Wirtschaftskrise und die daraus zu ziehenden Konsequenzen im Mittelpunkt des Gesprächs, wobei der Schwerpunkt auf die Themen Bankenreform und Finanztransaktionssteuer gelegt wurde.

Mittwoch früh wird Nationalratspräsidentin Prammer nach Auschwitz-Birkenau weiterreisen, wo sie an den Gedenkfeiern anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz teilnehmen wird. (Schluss)

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