"KURIER"-Kommentar von Patricia Haller: "Teure Privilegien"

Wenn die Hacklerregelung nicht mit Bedacht repariert wird, zahlen alle drauf.

Wien (OTS) - Bis zum Sommer soll die Hacklerregelung reformiert sein. Im Regierungsprogramm steht, dass sie Ende 2013 ausläuft und "durch eine leistbare Regelung" ersetzt wird. Diese Art der Frühpension ist teuer. Im Vergleich zur Durchschnittspension von 1250 Euro monatlich ist die Hackler-Pension um 700 Euro höher. Zwei Drittel derer, die sie in Anspruch nehmen, sind männliche Angestellte. Die Kosten dafür wurden stark unterschätzt.
Deshalb wollen ÖVP und ihr nahe Verbände jetzt ein rasches Ende vor 2013. Die SPÖ hält am Regierungsabkommen fest. Arbeitnehmerorganisationen sind - auch aus arbeitsmarktpolitischen Gründen - gegen das sofortige Auslaufen. Wer nicht in Pension gehen kann, wird unter Umständen arbeitslos. Außerdem wird durch den Austritt älterer Semester vielleicht der eine oder andere Arbeitsplatz für einen Jungen frei.
Seit Ende der 1990er-Jahre gab es vier große Pensionsreformen und Korrekturen mit bedeutenden Konsequenzen - eine davon war die Verlängerung der Hacklerregelung. Das System ist undurchschaubar geworden. Ungerechtigkeiten mit hohen Folgekosten für die Allgemeinheit - und das ist die Hacklerregelung - gehören möglichst simpel, aber mit Bedacht korrigiert. Sonst zahlen am Ende bei der Budgetkonsolidierung alle drauf.

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