FPÖ: Walter Rosenkranz: Ganztagsschule kann nicht Zwangstagsschule werden

Finanzielle Kompensation für Eltern, die Kinder zu Hause betreuen als Alternative gefordert

Wien (OTS) - Zum jüngsten Vorschlag von Ministerin Schmied in punkto Ganztagsschulen zeigt sich der FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Dr. Walter Rosenkranz skeptisch: "Die Ganztagsschule kann nur ein frei wählbares Angebot sein, nie jedoch verbindlich sein!" Dass die Umfrage die Forderung der Ministerin bestätige, sei vorherzusehen gewesen, schließlich sei sie von einem SPÖ-nahen Institut durchgeführt worden. Und natürlich sei für viele Eltern im Erwerbsleben eine ganztägige Betreuung der Kinder wünschenswert. "Das rege Interesse an der Ganztagsschule ist aber auch damit zu erklären, dass das Angebot laut Schmied nichts kosten soll." Da aus freiheitlicher Sicht die Wahlmöglichkeit bestehen bleiben sollte, müßte die Nachmittagsbetreuung aber etwas kosten oder für die Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen wollen, eine finanzielle Kompensation geben. "Erst dann wird sich der wahre Bedarf an Ganztagsschulen herausstellen", so Rosenkranz, "Denn es wäre ungerecht, wenn diejenigen Eltern, die ihre Kinder gerne selbst betreuen wollen, finanziell ungerecht behandelt würden."***

Aus den bisherigen Erfahrungen seien ganztägige Betreuungen auch eher im städtischen Bereich gefordert. Im ländlichen Bereich würden bereits jetzt ganztägige Betreuungsmöglichkeiten nur spärlich angenommen. "Es erweist sich auch in diesem Bereich der Bildungspolitik - Differenzierung, Flexibilität, Individualität sind die besseren Grundwerte. Einheitsbrei und Zwangstagsschule sind die falschen Denkansätze", schloß Rosenkranz.

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