Heinisch-Hosek: Erlass ist ein positives Signal an alle Gewaltopfer

Justizpersonal noch besser schulen, Hilfsangebote bewerben und Einrichtungen finanziell absichern

Wien (OTS) - "Ich werte es als positives Signal an all jene
Frauen, die von Gewalt betroffen sind", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Reaktion auf den Erlass des Justizministeriums zum umstrittenen Wiener-Totschlag-Urteil. Endlich sei klargestellt, dass eine allgemein begreifliche, heftige Gemütsbewegung nicht mit kulturellen Hintergründen argumentiert werden dürfe. Jetzt gehe es darum, die Gewaltschutzarbeit weiter zu intensivieren. Denn auch im Jahr 2009 sei die Zahl jener Frauen, die sich an Opferschutzeinrichtungen gewandt haben, nochmals um vier Prozent angestiegen. "14.624 Opfer sind im vergangenen Jahr betreut worden, während es im Jahr 2008 14.059 betreute Opfer gab", sagte Heinisch-Hosek.

Die Ministerin begrüßte die Initiative von Bundeskanzler Werner Faymann, der einen Schwerpunkt gegen Gewalt in der Familie angekündigt habe. "Wir müssen bestehende Hilfsangebote für Opfer von Gewalt noch besser bewerben, die notwendigen finanziellen Mittel für die Einrichtungen in ausreichendem Maße zur Verfügung stellen und vor allem die RichterInnen und StaatsanwältInnen noch besser schulen und sensibilisieren. Wichtig ist es auch, das Gesundheitspersonal noch stärker in die Gewaltschutzarbeit einzubinden", so Heinisch-Hosek abschließend.

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