Wiener Kaffeehäuser (3): Tabakgesetz auch Existenzfrage

Investitionszwang ist ökonomisch bedenklich - Konsumenten entscheiden schon längst, wohin sie gehen

Wien (OTS) - Wien zählt mehr als 2.600 Kaffeehausbetriebe. Unter diesen befinden sich über 900 Kaffeehäuser, rund 780 Kaffee-Restaurants, rund 740 Espressi, knapp 190 Kaffee-Konditoreien sowie 30 Stehkaffees. Die Trennung von Tabakgenießern und Nichtrauchern wird schon jetzt unterschiedlich gehandhabt: vom Nichtraucherlokal über Raucherzonen bis hin zum Raucherlokal. Der Vorteil ist, der Konsument kann wählen und der Kaffeehausbetreiber richtet sich danach. Anders sieht dies der heimische Gesetzgeber.

Die bauliche Trennungspflicht von Rauchern und Nichtrauchern ab einer Lokalgröße von 50 m2 ab Mitte dieses Jahres verursache den Kaffeehäusern nur Kosten, ohne sicherzustellen, dass diese auch zurückverdient werden können, so Günter Ferstl, Obmann der Fachgruppe der Kaffeehäuser. Solange die EU nicht bekannt gebe, ob bzw. wann sie ein generelles Rauchverbot einführen wolle, seien Investitionen aufgrund des österreichischen Tabakgesetzes problematisch, so Ferstl weiter. Daher gelte es abzuwarten und die Übergangsfrist über die Mitte dieses Jahres hinaus zu verlängern, erläutert Ferstl weiter.

Bei Nichtverlängerung der Übergangsfrist ortet der Obmann der Wiener Kaffeehäuser mögliche wirtschaftliche Probleme bei einzelnen Betrieben. Dies sei kein Selbstreinigungsprozess des Marktes, sondern schlichtweg ein Wegnehmen der wirtschaftlichen Existenz, so Ferstl.

Schluss.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2501

Rückfragen & Kontakt:

Komm.-Rat Günter Ferstl
Obmann der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser,
Wirtschaftskammer Wien
Mobil: 0664/34 07 157

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EKW0003