Leichtfried: Blockade gegen Einrechnung externer Kosten in Eurovignette muss aufgehoben werden

Studie belegt: De facto null Mehraufwand bei Kosteninternalisierung

Wien (OTS/SK) - "Es ist bedauerlich, dass der vom EU-Parlament gefasste Beschluss zur Eurovignette noch immer durch den Rat blockiert wird", bemerkt der Delegationsleiter der SPÖ-EU-Abgeordneten, Jörg Leichtfried, am Dienstag. Das EU-Parlament habe sich darauf geeinigt, dass die externen Kosten, die der LKW-Verkehr verursacht, wie etwa Staukosten, Lärmkosten und Kosten, die durch Luftverschmutzung entstehen, in die Eurovignette eingerechnet werden. Gegner der Einrechnung würden stets das Argument ins Treffen führen, dass dadurch eine Verteuerung der transportierten Güter eintreten würde und dies dem Konsumenten schade. Gestern wurde jedoch im Verkehrsausschuss eine Studie des Joint Research Centers vorgestellt, die belegt, dass durch die Internalisierung der externen Kosten kein nennenswerter Preisanstieg zu befürchten sei. "Die Frächterlobby und der Rat müssen sich also neue Argumente überlegen, um die Wegekostenrichtlinie weiter zu verhindern", unterstreicht der SPÖ-Politiker. ****

Die Studie habe gezeigt, so Leichtfried, dass der Anstieg der Kosten für die Spediteure sehr gering ausfallen werde. Darüber hinaus sei anzunehmen, dass durch die Eurovignette die Frächter dazu angehalten werden, ihre Effizienz zu steigern und beispielsweise Leerfahrten zu vermeiden. Diese Anpassung im Transportverhalten würde auch dazu führen, dass die Kostenerhöhung kaum Auswirkungen auf den Endpreis eines transportieren Produktes habe. So sei in der Studie etwa gezeigt worden, dass ein Paar Jeans, das durch Europa transportiert werde, lediglich 0,03 Prozent teurer werde. "Diese geringe Teuerung steht in keinem Verhältnis dazu, was sich der Steuerzahler ersparen würde, wenn der LKW-Verkehr die von ihm verursachten Kosten selber tragen würde", konstatiert Leichtfried.

"Wir alle wollen dazu beitragen, dass der Klimawandel gestoppt wird. Es ist daher unverständlich, dass einer der größten Verursacher, nämlich das Transportgewerbe, keinerlei Beitrag dazu leisten soll", unterstreicht der EU-Abgeordnete. "Es wäre daher zu wünschen, dass die Frächter ihrerseits Verantwortung übernehmen und endlich bereit sind, die Wegekostenrichtlinie zu akzeptieren", betont Leichtfried abschließend. (Schluss) bj/cv

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