Wahlkampfauftakt des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes in der Steiermark

Graz/Wien (OTS) - Vom 28.2. bis 2.3. wählen die Selbstständigen in der Steiermark ihre Interessenvertretung. Dr. Christoph Matznetter, Präsident des Wirtschaftsverbandes Österreich, eröffnete den Wahlkampf mit seinen VizepräsidentInnen, Andrea Jabornik und Toni Hubmann, - beide aus der Steiermark - gemeinsam mit dem steirischen Landespräsidenten Erwin Stross.

"Die kleinen Betriebe in Österreich leiden an einer Krise, die sie nicht verschuldet haben. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben", so Matznetter einleitend. Er forderte ein Paket für Kleinstunternehmen, die an der gegenwärtigen Kreditklemme besonders leiden. Der Finanzmarkt müsse endlich reguliert und zu seiner Kernfunktion zurückgebracht werden: "Es geht darum, dass Banken der Realwirtschaft dienen. Sie müssen Partner der Unternehmer sein, nicht ihre Gegner!" 90 % aller Arbeitgeberbetriebe beschäftigen bis zu 9 MitarbeiterInnen in der Steiermark. Diese Klein- und Mittelunternehmen brauchen eine Lobby, die sich für ihre Interessen einsetzt. Das Ziel bei der Wirtschaftkammerwahl 2010 fasst Matznetter so zusammen: "Die Situation der KMU und EPU in unserem Land entscheidend verbessern. Alle unsere Forderungen orientieren sich an diesem Ziel."

In der Steiermark gibt es 30.000 Einpersonenunternehmen. Der SWV will sich für eine günstigere Arbeitslosenversicherung und für die Abschaffung des Selbstbehaltes von 20 % bei der GSVG Krankenversicherung stark machen. Andrea Jabornik, Werberin aus der Obersteiermark und selbst Einpersonenunternehmerin, betont die Wichtigkeit der sozialen Absicherung der kleinsten Unternehmen:
"UnternehmerInnen erreichen oft nicht einmal das Durchschnittseinkommen von Angestellten. Sie müssen wir endlich wirksam absichern, damit sie sich die Selbstständigkeit auch leisten können", so Jabornik. Sie fordert, dass auch die Kammer umdenken und eigene EPU Beauftragte und Abteilungen einrichten muss, damit auch die kleinsten Unternehmen - immerhin mehr als 50 % aller in der Steiermark - einen starken Partner haben.

Toni Hubmann, Gründer und Eigentümer von Toni`s Freilandeier, glaubt an den Erfolg von Qualität steirischer Produkte und will sich für eine verstärkte Netzwerkarbeit einsetzen. Regionale Zusammenschlüsse mehrerer Produzenten und die Einführung von Qualitätssiegeln soll die Position kleiner Unternehmen gegenüber den großen Konzernen stärken.

Jeder Branche ihre VertreterInnen

Erwin Stross, Landespräsident des SWV, präsentierte ein junges und ambitioniertes Team, das in der Steiermark antritt: Denn gewählt wird immer in der Fachgruppe.

In der Steiermark sind 55.431 Unternehmen in 72 Fachgruppen wahlberechtigt. Der SWV Steiermark kandidiert in allen Fachgruppen mit insgesamt 426 VertreterInnen. "Wichtig ist, dass die einzelnen Fachgruppenvertreter auch wirklich die Lobby der Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen repräsentieren. Das ist dem SWV in der Steiermark gelungen."

EinpersonenunternehmerInnen sind VertrerterInnen in den Fachgruppen mit den höchsten EPU Anteilen - wie z.B. im Direkthandel (90%), in der Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie oder in der Werbung. Alleine in Graz beträgt der Frauenanteil der KandidatInnen 26 %.

Natürlich sind dem SWV auch regionale Anliegen in der Steiermark wichtig: Fünf Bezirksorganisationen und AnsprechpartnerInnen in allen Bezirken sind für die Vernetzung und regionale Wirtschaftsanliegen die richtigen AnsprechpartnerInnen.

Die Wirtschaftskammerwahl in der Steiermark findet vom 28.2. bis 2.3.2010 statt.

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