Walser zu Prammer: Österreich muss Verantwortung für den Holocaust wahrnehmen

Beitrag zur Erhaltung der Gedenkstätte Auschwitz notwendig

Wien (OTS) - "Wenn Nationalratspräsidentin Prammer eine kritische Sicht Österreichs auf die eigene NS-Vergangenheit will, ist das erfreulich, aber mit Worten alleine ist es nicht getan", kommentiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, die Aussagen der Nationalratspräsidentin. Pranmmer ist anlässlich der Gedenkfeier zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers zu Besuch in Polen und nimmt am Mittwoch an den Gedenkfeiern in Auschwitz teil. Die "kritische Sicht" allein ist dem Grünen Bildungssprecher aber eindeutig zuwenig, er erinnert an das Ersuchen von Premierminister Donald Tusk an mehr als 40 Amtskollegen um Hilfe zur Erhaltung der Gedenkstätte. Viele Länder hätten bereits finanzielle Unterstützung zugesagt, Deutschland beteilige sich selbstverständlich daran.

Auch Tschechien, Norwegen, Großbritannien und Frankreich wollen helfen und hätten positive Antworten gegeben - nicht aber Österreich. "Prammer ist in Auschwitz gefordert, endlich Zahlen auf den Tisch zu legen, Lippenbekenntnisse allein sind nicht ausreichend", so Walser abschließend. Er erinnert an vollmundige Erklärungen über die Bewahrung des kulturellen Erbes: "Zum abendländischen Erbe gehören nicht nur Kirchen und Paläste, sondern auch Orte des Gedenkens an Verfolgung und Vernichtung wie Auschwitz. Speziell Österreich mit seiner Geschichte muss mithelfen, die Erinnerung an das größte Verbrechen in der Geschichte der Menschheit wachzuhalten."

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