Korun zu FP-Karlsböck: DolmetscherInnen für Arzt-Patienten-Kommunikation spart Kosten

FPÖ offenbart wieder einmal totale Unkenntnis der Materie

Wien (OTS) - "Die FPÖ beweist wieder einmal, wie wenig sie vom Thema Integration versteht, wenn sie aus einer Anfrage der Grünen gleich einen Aufruf zur generellen Bestellung eines Dolmetschers für MigrantInnen herauslesen will", kritisiert Alev Korun, Migrationssprecherin der Grünen. "Die Mehrheit der hier lebenden MigrantInnen spricht schon aufgrund der Integrationsvereinbarung Deutsch. Aber Studien - u.a. des Gesundheitsministeriums - haben grundlegende Mängel in der Kommunikation zwischen ÄrztInnen und MigrantInnen festgestellt", erläutert Korun. Aufgrund der hohen Folgekosten einer Fehldiagnose "wäre es für die SteuerzahlerInnen viel kosteneffizienter, wenn bedarfsweise DolmetscherInnen bereitgestellt werden, damit ÄrztInnen ihre PatientInnen richtig behandeln können, als dann hohe Folgekosten von Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen zu tragen", widerspricht Korun dem total verfehlten Kostenargument Karlsböcks.

"Wenn die FPÖ sich hier also als Beschützer der SteuerzahlerInnen aufspielen will, sollte sie sich rasch für eine verbesserte Verständigung in der Gesundheitsversorgung einsetzen und damit den ÄrztInnen ihre Arbeit und den SteuerzahlerInnen ihre Steuerlast erleichtern", so Korun. Außerdem übersieht die FPÖ geflissentlich, dass auch MigrantInnen zu den SteuerzahlerInnen gehören und dass diese - ebenso wie InländerInnen - ein Recht auf eine sachgerechte Behandlung und auf Gesundheit haben. "Die Polemik der FPÖ ist angesichts der Tatsache, dass es um die Gesundheit von Menschen geht, nicht nur dumm, sondern auch gefährlich", schießt Korun.
Die Anfrage der Grünen bezüglich "Kommunikationsdefizite in der Gesundheitsversorgung von MigrantInnen" diente der Informationseinholung über derzeitige Kommunikationsmöglichkeiten zwischen ÄrztInnen und PatientInnen, die nicht Deutsch als Muttersprache haben.

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