FPÖ-Haider: Burka-Verbot-Diskussion im Tourismus an Absurdität kaum zu überbieten

"Finanz- und Wirtschaftskrise, Kreditklemme und Nichtraucher-Gesetz sind die wirklichen Probleme der Tourismusbranche"

Wien (OTS) - Eine völlige Themenverfehlung ist nach Ansicht des FPÖ-Tourismussprecher NAbg. Mag. Roman Haider die Diskussion in der Tourismusbranche über ein allfälliges Burka-Verbot. "Die heimische Gastronomie und Hotellerie hat angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, der Kreditklemme und dem Nichtraucher-Gesetz wahrlich andere Probleme, die es vordringlicher gelten würde, zu lösen."

"Wer in ein anderes Land fährt, muss sich an die dort herrschenden Sitten und Gebräuche halten. Was für Österreicher gilt, die zum Beispiel in ein muslimisches Land reisen und sich an deren Bräuche und Kultur anpassen, darf wohl auch von den Gästen in Österreich abverlangt werden", sieht Haider keinerlei Grund für die nunmehrige Aufregung etwa durch den Geschäftsführer der Tirol-Werbung gegeben. "Von neun Millionen Gästen in Tirol im Jahr 2007/2008 waren rund 9.000 Gäste aus dem arabischen Raum. Sie kommen zu uns, weil sie unser Land und unsere Kultur schätzen und nicht weil es ihnen möglich ist, die Burka bei uns zu tragen", ist die Aufregung für den FPÖ-Tourismussprecher "ein Sturm im Wasserglas."

"Österreich ist für seine Gastfreundschaft bekannt: Das darf aber nicht dazu führen, dass wir unsere Kultur unterordnen oder gar aufgeben. Es wird von keiner Muslimin verlangt, sich ein Dirndlkleid anzuziehen. Aber wenn es Bekleidungsvorschriften gibt, dann haben diese für alle zu gelten, egal ob Zuwanderer oder Tourist. Die hoch bezahlten Touristiker sollten sich lieber um die wirklichen Probleme ihrer Branche annehmen", schloss Haider. (schluss) bt

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