Wiener Kaffeehäuser (2): Tabakgesetz bringt Sorgen

Kostenschub und Erlösrückgang befürchtet

Wien (OTS) - Hotelbars mit absolutem Rauchverbot verzeichnen in Deutschland einen Umsatzrückgang von bis zu 50 Prozent. Auch deutsche Gastronomiebetriebe in jenen Bundesländern, wo das generelle Rauchverbot gilt, verzeichnen Erlöseinbußen. Denn die Verweildauer der Tabakgenießer ist kürzer geworden und damit auch die Bestellwiederholung. Diese Situation in unserem Nachbarland dokumentiere, wohin eine solche Regelung führe, so Günter Ferstl, Obmann der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser. Dennoch setzen Österreichs Politiker auf eine gesetzliche Regelung bei Raucher- und Nichtraucherzonen in den Gastronmie- und Kaffeehausbetrieben mit einer Übergangsfrist bis Mitte dieses Jahres.

"Bis dahin muss in eine kostspielige Raumtrennung investiert werden, ohne zu wissen, wie sich die EU in den nächsten Jahren verhält", so Ferstl. Und weiter: "Kostenschub und befürchteter Erlösrückgang machen den Wiener Kaffeehäusern Sorgen. Eine Rechtssicherheit für die österreichische Lösung von fünf bis zehn Jahren würde Sinn machen, bringt es der Obmann der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser auf den Punkt.

In Wien bieten zahlreiche Kaffeehäuser Raucher- und Nichtraucherplätze an oder sie sind gänzlich rauchfrei. Der Gast kann zwischen Kaffeegenuss mit oder ohne Zigarette wählen. Das funktioniert alles auf freiwilliger Basis, ohne Gesetz.

Tabakgenießer und Nichtraucher sollen, laut Ferstl, auch künftig selbst entscheiden dürfen, ob sie einen Nichtraucher- oder einen Raucherplatz einnehmen wollen.

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Komm.-Rat Günter Ferstl
Obmann der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser,
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