ÖAMTC: Geisterfahrer-Unfälle durch Alkohol, Ablenkung und falsche Navi-Anweisungen

Seit 1987 starben 104 Menschen bei Unfällen mit Geisterfahrern

Wien (OTS) - Von 1987 bis 2008 gab es in Österreich 451 Unfälle mit Geisterfahrern. Dabei wurden 251 Personen schwer und 261 Personen leicht verletzt. Von 1987 bis inklusive 2009 starben auf Österreichs Straßen insgesamt 104 Menschen bei Geisterfahrer-Unfällen. Die meisten Geisterfahrer-Unfälle passieren an Anschlussstellen, beim Wieder-Auffahren von Raststationen, Tankstellen oder Parkplätzen. "Es kommt auch immer wieder vor, dass Autolenker nach Wendemanövern als Geisterfahrer unterwegs sind, weil sie den Anweisungen ihres Navigationsgerätes gefolgt sind", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Navigationsgeräte erleichtern die Orientierung. Allerdings sollte man sich nie zu hundert Prozent auf die Ansagen verlassen. "Einer Aufforderung zum Wenden darf man auf der Autobahn natürlich nie nachkommen", stellt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin klar.

Hauptursachen dafür, dass Autolenker auf der falschen Seite landen, sind Ablenkung oder Überforderung sowie Alkohol. "Alkohol ist bei 45 Prozent aller Geisterfahrer-Unfälle im Spiel, bei 28 Prozent ist Überforderung die Unfallursache", erklärt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

Der typische Geisterfahrer ist männlich, die meisten Unfälle gibt's im Dunklen

83 Prozent der Geisterfahrer sind männlich, fast die Hälfte ist zwischen 21 und 40 Jahre alt. "Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt aber, dass Geisterfahrer aus allen Altersgruppen kommen", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Unfälle mit alkoholisierten Geisterfahrern passieren meist bei Dunkelheit (52 Prozent) in den frühen Abend- und Morgenstunden, Unfälle mit nicht alkoholisierte Geisterfahrern sind mittags und am frühen Abend am häufigsten.

Richtige Reaktion bei Geisterfahrern

Wird über Radio eine Geisterfahrer-Warnung durchgegeben, heißt es, auf gar keinen Fall überholen, Abstand vergrößern und Tempo reduzieren. "Man kann auch einen Parkplatz aufsuchen und warten, bis über das Radio Entwarnung gegeben wird", rät die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Wer einen Geisterfahrer sieht, sollte über die nächste Notrufsäule die Autobahnmeisterei alarmieren. Beim Anruf mit dem Handy muss man auf die genauen Autobahnkilometer achten, um den Abschnitt präzisieren zu können.

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