Vbgm. Ludwig: "HausbesorgerInnen und die Haus- & Außenbetreuung sorgen für Sicherheit im Winter"

Knapp 2.200 HausbesorgerInnen sowie 350 MitarbeiterInnen der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung stellen in den Gemeindebauten die Schneeräumung und Gehweg-Bestreuung sicher

Wien (OTS) - Rund 2.800.000 Quadratmeter befestigte Flächen - das entspricht der Größe von 390 Fußballfeldern - werden von den noch knapp 2.200 Hausbesorgerinnen und Hausbesorgern sowie 350 MitarbeiterInnen der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung betreut. Mit Schaufeln und Pflugfahrzeugen sorgen sie für die Schneeräumung auf den Wegen und Stiegen und bestreuen diese bei Eis und Glätte. Durch ihren unermüdlich Einsatz - speziell in den Nacht- und Morgenstunden - sorgen sie für die Sicherheit der BewohnerInnen der Wiener Gemeindebauten. Dies wurde, so wie auch in den vergangenen Tagen und Wochen, bei den Schneefällen heute Nacht eindrucksvoll unter Beweis gestellt. "Die Hausbesorgerinnen und Hausbesorger und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung sind seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um für die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu sorgen", betont Vizebürgermeister Michael Ludwig.

2.200 HausbesorgerInnen sorgen für geräumte und bestreute Gehwege Insgesamt knapp 2.200 Hausbesorgerinnen und Hausbesorger sind heute noch in den Wiener Gemeindebauten für die Betreuung der Wohnhausanlagen beschäftigt. Sie sorgen das ganze Jahr über für ein gepflegtes Wohnumfeld und - speziell in den Wintermonaten - für die Sicherheit der BewohnerInnen und Passanten auf Gehsteigen und Fußwegen. Exakt 1.955.868 Quadratmeter befestigte Außenfläche, das entspricht der Fläche von rund rd. 274 Fußballfeldern bzw. deutlich mehr als die Gesamtfläche des 4. Wiener Gemeindebezirks, werden derzeit von den HausbesorgerInnen in den Wiener Gemeindebauten betreut.

Und: Die Hausbesorgerinnen und Hausbesorger in den Wiener Gemeindebauten sind für den Winter bestens gerüstet. Unterstützt werden die HausbesorgerInnen von 1.962 maschinellen Geräten. Die Traktoren, Hand-Schneeräumgeräte und Streuwägen wurden in den Sommermonaten auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft und gewartet. Neben dem bereits vorhandenen Streugut wurden 595.775 kg Streusplitt, 574.950 kg Salz und 318.875 kg Kaliumcarbonat (Blähton) von den knapp 2.200 HausbesorgerInnen im Herbst bevorratet.

"Vor allem in größeren Anlagen müssen manche Hausbesorgerinnen und Hausbesorger bei starken Schneefällen bereits ab 3 Uhr in der Früh mit der Arbeit beginnen, damit - so wie es das Gesetz vorsieht - um 6 Uhr früh die Wege frei passierbar sind. Die rechtzeitige Schneeräumung ist aber vor allem für die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner enorm wichtig", erklärt der Wiener Vizebürgermeister und Wohnbaustadtrat.

350 MitarbeiterInnen der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung im Einsatz In jenen Wohnhausanlagen, in denen es - bedingt durch die Abschaffung des Hausbesorgergesetzes durch die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung im Jahr 2000 - keine Betreuung mehr durch Hausbesorgerinnen und Hausbesorger gibt, ist die Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung verantwortlich. Knapp 1.000 MitarbeiterInnen sorgen das ganze Jahr über für die Reinigung und die Betreuung der Wohnhausanlagen. Rund 350 MitarbeiterInnen sind hierbei speziell im Winterdienst im Einsatz. Sie betreuen 691 Wohnhausanlagen in ganz Wien mit einem Flächenausmaß von rund 800.000 m2, das entspricht 112 Fußballfeldern. Die Schneeräumung und Bestreuung der Wege erfolgt nach einem exakt geplanten Tourenplan. Koordiniert wird der gesamte Winterdienst von einer eigenen, neu geschaffenen und hochmodernen Einsatzleitzentrale, die rund um die Uhr besetzt ist. Vier Teams mit je zwei Personen arbeiten hier im 8-Stunden-Dienst und koordinieren die 174 Winterdienst-Teams, die sich aus 343 MitarbeiterInnen zusammensetzen, auf ihren Touren im Außeneinsatz. Die Touren gliedern sich in 52 Traktortouren und 122 Handtouren, die nur mit Einachsschleppern und Schaufeln durchgeführt werden können.

Um 2 Uhr früh starteten heute Nacht die ersten Kontrollfahrten. Mit Beginn der ersten Schneefälle in den westlichen Außenbezirken waren die Teams der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung bereits im Einsatz. Parallel zu den sich ausbreitenden Schneefällen wurden die einsatzbereiten MitarbeiterInnen im gesamten Stadtgebiet tätig. "Durch diese exakte Planung und den engagierten Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist auch in den von der Wiener Wohnen Haus & Außenbetreuung betreuten Wohnhausanlagen die winterliche Betreuung und somit die Bewältigung der wichtigen Räum-und Streuarbeiten im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner sichergestellt", betont Vizebürgermeister Ludwig.

Flexible und kurzfristige Einsatzplanung durch hochmoderne Leitstelle Der Einsatzleitung der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung steht seit heuer zudem eine speziell entwickelte neue Computersoftware zur Verfügung. Damit ist es den MitarbeiterInnen möglich, den Status der aktuell alarmierten Einsatzkräfte, die aktuellen Einsätze, sowie die Messwerte und Vorschaudaten eines Wetterdienstes übersichtlich beobachten und zu koordinieren. Alle Daten werden auf einem Bildschirm angezeigt. Die Anwendung kommuniziert mit den AußendienstmitarbeiterInnen über SMS. Die EDV-Abteilung abonniert dafür einen Dienst mit dem SMS softwaregesteuert gesendet und empfangen werden können. Über diesen Kanal erfolgt von der Einsatzleitung aus die Alarmierung der MitarbeiterInnen. Als Rückmeldung, ebenfalls via SMS, müssen die Einsatzkräfte die Alarmierungsbestätigung, sowie den Abschluss jeder Reinigung an jedem Objekt melden. Auch kurzfristige Routenänderungen und die unmittelbare Bearbeitung von MieterInnenmeldungen ist über die neue moderne Leiststelle jederzeit möglich.

Eigene Schulungen in Theorie und Praxis für die MitarbeiterInnen In Vorbereitung auf den heurigen Winter wurden für alle MitarbeiterInnen eigene Schulungen in Theorie und Praxis durchgeführt. Die MitarbeiterInnen wurden dabei mit den rechtlichen Grundlagen nach § 92, 93 der StVO sowie der Winterdienstverordnung 2003, welche u.a. den Einsatz bestimmter Streu- und Taumittel und die Räumzeiten regelt, vertraut gemacht. Parallel dazu wurden die MitarbeiterInnen in die ordnungsgemäße Handhabung und Bedienung der Winterdienst-Gerätschaften wie Traktor, Einachsschlepper und Handstreuwagen eingeschult. Und auch ausführliche eigene Sicherheitsunterweisungen wurden im Rahmen des neuen Arbeitssicherheitsprogramms sind durchgeführt worden.

22 neue Traktoren und zwei eigene Servicebusse Im Vorjahr waren 33 Wintertraktoren im Einsatz, um jedoch einen noch effizienteren Ablauf zu gewährleisten, wurden für die heurige Wintersaison 22 neue Traktoren angeschafft. Somit stehen für diesen Winter 55 Traktoren, 190 Einachsschlepper, 127 Handstreuwagen und 144 Schiebetruhen zum Einsatz bereit. Für Reparaturen vor Ort gibt es zwei Servicebusse, die bei Gebrechen in die Anlagen fahren und diese soweit möglich vor Ort in Stand setzt. Dafür sind zwei Servicefahrer und ein Mitarbeiter aus der Werkstätte 24 Stunden in Rufbereitschaft. Weiters wurden verschiedenste Ersatzteile für Wintertraktoren und Einachsschlepper neu beschafft und auf Lager gelegt, um schneller Reparaturen durchführen zu können. Insgesamt wurden Streumittel für 40 Streugänge eingelagert: Dafür stehen 577.325 kg Streusplitt, 96.225 kg Streusalz, 192.450 kg Kaliumcarbonat zur Verfügung.

Pflichten der Hausbesorger bzw. der Schneeräumfirmen bei Schneefall In der Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr müssen die Gehwege von Schnee geräumt sein und bei Glatteis - je nach Bedarf - mit Splitt oder einem speziellen pflanzenfreundlichen Auftaumittel bestreut werden. Dabei müssen zwei Drittel des Gehweges jedenfalls aber mindestens 1,5 Meter von Eis und Schnee frei sein. Das Streuen von Salz ist nur bei einer zeitweiligen Aufhebung des in Wien geltenden Salzstreuverbotes zulässig. Dieses obliegt dem Magistrat der Stadt Wien und wird über die Medien den Hausbesorgern zur Kenntnis gebracht. Der Hausbesorger bzw. die Firma, die mit der Schneeräumung beauftragt ist, haftet auch, wenn nicht bzw. schlecht geräumt ist und deswegen ein Unfall passiert. Auch z.B. Krankheit schützt den Hausbesorger nicht von der Haftung, denn bei Verhinderung muss er sich selbst um eine geeignete Vertretung kümmern.

Winterdienst unterstreicht die Bedeutung der Wiener HausbesorgerInnen Trotz dieser klaren gesetzlichen Regelungen musste in der Vergangenheit immer wieder festgestellt werden, dass die Verantwortung und die gesetzlichen Verpflichtungen für den Winterdienst nicht von allen HauseigentümerInnen wahrgenommen und erfüllt werden. Gerade bei Schneefall zeigt sich häufig, in welchen Häusern noch HausbesorgerInnen tätig sind. Denn extern beauftragte Schneeräumfirmen können die Räumzeiten aufgrund der hohen Entfernungen zwischen den einzelnen Objekten häufig nicht einhalten. Die Sicherung der Gehwege dauert dann oft bis in den Vormittag. Ein Umstand, der die wichtige Bedeutung von Hausbesorgerinnen und Hausbesorgern unterstreicht, wie Vizebürgermeister Ludwig betont: "Neben der wichtigen Rolle, die die Hausbesorger vor allem als direkte Ansprechpartner für die Bewohnerinnen und Bewohner ohnehin darstellen und erfüllen, wird gerade im Winter deutlich bestätigt, welche Vorteile durch die Betreuung von Hausbesorgerinnen oder Hausbesorgern gegeben sind. Ganz speziell auch im Winter stellen die Hausbesorgerinnen und Hausbesorger ihren Ruf als ,gute Seelen? eindrucksvoll unter Beweis."

Da jedoch durch eine Gesetzesnovellierung durch die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung seit dem Jahr 2000 keine neuen HausbesorgerInnen mehr eingestellt werden können, fehlen seither auch in den Wiener Gemeindebauten auf immer mehr Stiegen diese "guten Seelen". Von ursprünglich 3.790 Hausbesorgerinnen und Hausbesorgern in den Wiener Gemeindebauten sind - bedingt durch Pensionierungen -heute nur noch knapp 2.200 HausbesorgerInnen tätig. Um die Betreuung der "verwaisten" Sprengel auch weiterhin sicherzustellen, wurde daher die Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung gegründet, die speziell auch im Winter die Betreuung der Anlagen zuverlässig sicherstellt. (schluss) csi

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