GPA-djp-Stein: Karl legt kapitalen Fehlstart hin

Ohne zusätzliche Investitionen keine Problemlösung

Wien (OTS/ÖGB) - "Es gab wohl kaum einen neuen Minister bzw. eine Ministerin, die durch ihre Aussagen in der Öffentlichkeit einen derartigen kapitalen Fehlstart hingelegt hat. Mit ihrer Ansage, Studiengebühren als Antwort auf die Uni-Misere wieder einzuführen, ist eine Ohrfeige für all jene, die in den letzten Monaten in einem beginnenden Dialog Auswege aus der Unimisere gesucht haben", kommentiert die Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Dwora Stein, die auch Mitglied des Rates der Universität Wien ist.++++

"Offenbar sind die Diskussionen der letzten Monate spurlos an Frau Karl vorüber gegangen. Zu glauben, man könne die tiefe Misere des Österreichischen Hochschulsystems mit Studiengebühren und Zugangbeschränkungen lösen, ist eine Illusion. Das haben ja auch die Jahre gezeigt, in denen eine Gebühr existiert hat. Für die Betroffenen war in diesen Jahren keine Verbesserung spürbar, im Gegenteil. Ein Land, das nachweislich großen Nachholbedarf im Bereich der Universitäten hat, braucht rasch und dringend zusätzliche Investitionen, die sich in der Zukunft sicher rechnen werden. Aussagen, wie etwa jene des WU-Rektors Christoph Badelt, der von einem Investitionsbedarf in Milliardenhöhe spricht, können nicht einfach in den Wind geschlagen werden", erklärt Stein.

"Studierende und Lehrende an den Hochschulen, die an der prekären Mittelausstattung leiden und nach dringenden Auswegen aus der bisherigen Nichtproblemlösung der Politik suchen, können sich auf die Unterstützung und Solidarität der Gewerkschaften verlassen", schließt Stein.

ÖGB, 26. Jänner 2010

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