Stöger: Mit Fehlern auseinandersetzen - im Sinne der Patienten

Umgang mit Fehlern im Gesundheitswesen zentral für Qualität und Patientensicherheit

Wien (OTS/SK) - "Das Thema Patientensicherheit wird immer stärker in den gesundheitspolitischen Diskurs aufgenommen", sagte Gesundheitsminister Alois Stöger am Montagabend bei einer Vortrags-und Diskussionsveranstaltung des Renner-Instituts zum Thema "Sicherheitskultur im Gesundheitswesen - Strategien zur Verbesserung der Patientensicherheit". Der zentrale Aspekt für die Patientensicherheit sei der Umgang mit Fehlern im Gesundheitswesen, also die Fehlerkultur. Ein großer Erfolg sei, dass gemeinsam mit der Ärztekammer und Patientenvertretern bereits der Startschuss zu einer neuen Fehlerkultur gegeben wurde: CIRS, ein Berichtssystem zur Meldung von kritischen Ereignissen und Beinahe-Fehlern, ist seit Oktober 2009 im Einsatz. ****

Mit CIRS wurde eine anonyme Möglichkeit geschaffen, einen Beitrag zur Qualität im Gesundheitswesen zu leisten und Mängel in Krankenanstalten oder bei niedergelassenen Ärzten zu melden. Wie eine Krankenanstalt mit Fehlern umgeht, ist ein wichtiges Beurteilungskriterium für Stöger, denn ein offener Umgang damit trägt zur Verbesserung der Qualität bei. "Die Frage ist auch, welches Bild man von den Medizinern hat - und hier spielt der Umgang mit Fehlern eine maßgebliche Rolle", so der Gesundheitsminister, der eine Kultur, in der "keine Fehler gemacht werden", kritisiert. Auch die Qualität der Ausbildung des medizinischen Personals sowie die Arbeitszeit der Ärztinnen und Ärzte seien wesentlich für die Patientensicherheit.

Maßnahmen für mehr Patientensicherheit

Das Gesundheitsministerium trägt zur Erhöhung der Patientensicherheit z.B. durch das Gesundheitsqualitätsgesetz oder die Einrichtung des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG), ein Geschäftsbereich der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), bei. Das BIQG soll die Qualität im Gesundheitswesen fördern und Hilfestellungen in dieser Frage anbieten. Eine weitere Maßnahme zur Stärkung der Patientin und des Patienten ist die Gesundheitsplattform www.gesundheit.gv.at, in der neutrale und qualitätsgesicherte Information über verschiedene Gesundheitsthemen vermittelt werden.

Stöger klärte auch darüber auf, wohin sich Patientinnen und Patienten wenden können, wenn sie Sicherheitsmängel im Gesundheitswesen wahrnehmen. Sie können ihre Beschwerde sowohl direkt an die Krankenanstalt als auch an die Patientenanwaltschaft oder an ihren Sozialversicherungsträger richten.

Nach einem Referat des Präsidenten der Stiftung für Patientensicherheit in Zürich, Professor Dieter Conen, diskutierten er, Gesundheitsminister Alois Stöger und Monika Maier von der ARGE Selbsthilfe Österreich und Geschäftsführerin des Dachverbandes Selbsthilfe Kärnten über die Thematik. Moderiert wurde die Veranstaltung von Martin Rümmele, Journalist und Experte für Gesundheitswirtschaft. (Schluss) bj

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