FPÖ-Deimek: Post schließt sich selbst - Neues Postmarktgesetz macht's möglich

Wirtschaftskammer und Gemeindebund assistieren beim Kahlschlag

Wien (OTS) - Die Post hat eine neue Offensive für mehr
Post-Partner angekündigt. FPÖ-Konsumentensprecher NAbg. Gerhard Deimek erkennt zwischen den Zeilen des Marketing-Textes die Ankündigung, zahlreiche weitere Postämter zu schließen: "Die Initiative ist der erste Schritt der radikalen Umsetzung des neuen Postmarktgesetztes. Die Post kann jede Filiale zusperren, wenn sie einen Post-Partner als Ersatz findet." Ein Blick nach Deutschland zeige, welche Zukunft uns die grenzenlose Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungen bringe: "Dort wird schon berichtet, dass bis 2012 sämtliche Filialen verschwinden werden."

Für Deimek ist ein Post-Partner beim Greißler, Trafikanten oder Autohändler kein gleichwertiger Ersatz für ein Postamt: "Das kann für die Kunden nur ein Qualitätsverlust sein. Das ist schon daran erkennbar, dass die Post-Partner in einem Schnellsiedekurs von drei Tagen eingeschult werden - so schnell geht das nicht einmal bei irgendwelchen halbseidenen Keilervertrieben."

Besonders perfide findet Deimek, dass sich auch noch die Wirtschaftskammer und der Gemeindebund für die hinterhältige Marketing-Aktion der Post einspannen lassen. Offenbar würden beide auch finstere Hintergedanken verfolgen: "Die Gemeinden, die negativ bilanzieren, können dann leicht vom Land an die Kandare genommen werden, indem sie unter Druck gesetzt werden, im Gemeindeamt einen Postpartner einzuquartieren." Für Wirtschaftskammer-Präsident Leitl sei wohl die Hoffnung auf neue Mitglieder die Triebfeder: "Wenn sich künftig alle Postler als Post-Partner selbständig machen müssen, um irgendwie ihren Job zu erhalten, kann Leitl wieder eine tolle Unternehmensgründungsstatistik präsentieren und schwimmt in noch mehr Zwangsbeiträgen der Mitgliedsbetriebe."

Deimek fordert, dem wilden Treiben rasch Einhalt zu gebieten: "Die Post führt uns dankenswerterweise schonungslos vor, wohin die Liberalisierung führt. Daher ist es Zeit, die Notbremse zu ziehen und eine Mindestversorgung durch Postämter - nicht Post-Partner -gesetzlich festzuschreiben."

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