Puzzleteile eines Kärntner Systems (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 26. Jan. 2010

Klagenfurt (OTS) - Intensives Mauscheln, auch Networking genannt, ein Investment da, ein Sponsoring dort und zu guter Letzt zwei Staatsbürgerschaften. Es fügen sich nach der Tonbandaffäre rund um FPK-Obmann Uwe Scheuch immer mehr Puzzleteile ineinander, die ein recht anschauliches Bild vermitteln, was man unter einem Kärntner System versteht. Ganz zufällig wurden zwei Einbürgerungen für betuchte Förderer eines Formel-1-Piloten und eines Prestigeprojektes des verstorbenen LH Haider im letzten Ministerrat von Schwarz-Blau durchgeboxt, gerade noch rechtzeitig vor der Angelobung des Kabinetts Gusenbauer.

Irgendwie muten diese Szenarien gar nicht seltsam an, hat doch die Partei, die sich von Blau in Orange und wieder zurück färbte, in allen Stadien nichts für Zuwanderer übrig gehabt, die nichts bringen. Vehement verteufelte man Migranten, die nach dieser Logik dem Staat auf der Tasche liegen. Wem der perfekte Zuwanderer in Blau-Orange etwas bringt? Einem "Eine-Hand-wäscht-die-andere-System".

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