RH-Bericht bestätigt: Budgetentwicklung hält Ansturm der Studierenden nicht stand

Personalsteigerung war allein notwendig, um Betreuungsrelationen zu halten

Wien (OTS) - Der heute vom Rechungshof veröffentlichte Bericht bestätigt die Aussagen der Rektoren Christoph Badelt (WU Wien) und Georg Winckler (Universität Wien) und unterstreicht die von der Universitätenkonferenz geforderte Budgeterhöhung für den tertiären Bildungsbereich.

Beide Universitäten haben ihre Autonomie dafür genutzt, mehr Personal einzustellen, um so in Richtung Verbesserung der Betreuungsrelationen zu arbeiten. Die entsprechende Wirkung ist ausgeblieben, da die Universitäten zwei dafür wesentliche Rahmenbedingungen nicht gestalten können. Dies sind zum einen die Höhe der Budgets und zum anderen die Anzahl der Studierenden. "Die Budgetentwicklung macht es unmöglich, die Steigerung der Studierendenzahlen aufzufangen. Die Steigerung des Personals und der damit verbundenen Kosten war allein notwendig, um das bestehende Betreuungsniveau bei einer deutlichen Steigerung der Studierenzahlen zu halten", so die Rektoren Georg Winckler und Christoph Badelt übereinstimmend.

Universität Wien: 9000 Studierende mehr in nur einem Jahr macht nachhaltige Budgetsteigerung nötig

Die Entwicklung an der Universität Wien macht deutlich, dass seit einigen Jahren die Zuwächse des Globalbudgets weit hinter der Steigerung der Studierendenzahlen liegen. "Mehr Studierende sind grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung. Im Interesse der Studierenden hat die Universität Wien ihr Personal seit 2004 um über 20 Prozent gesteigert und damit ihre budgetären Möglichkeiten voll ausgeschöpft. Jetzt liegt es an der Politik, die Rahmenbedingungen zu ändern", fasst Rektor Winckler zusammen. Die Studierendenzahlen sind innerhalb eines Jahres von 74.000 auf 85.000 angestiegen. Dadurch kann die Verschlechterung der Betreuungsverhältnisse nicht mehr inneruniversitär aufgefangen werden.

WU WIEN

Über 26.800 Studierenden an der WU bedeuten einen neuerlichen Rekord. Bereits im vergangenen Wintersemester gab es mit über 24.000 StudentInnen einen historischen Höchststand. "Ein derartiger Anstieg an Studierendenzahlen bei einer im Verhältnis dazu wesentlich niedrigeren Budgetsteigerung muss unweigerlich zu einer Verschlechterung der Betreuungsverhältnisse führen. Darauf hat die WU immer wieder hingewiesen, ohne in der Politik Gehör zu finden. Wir benötigen daher eine deutliche Steigerung des Budgets, um die Ausbildungskapazitäten zu erweitern sowie eine Regelung des Hochschulzugangs", so Rektor Badelt.

Der Rechungshofbericht zeigt, dass die Betreuungsrelationen von den Universitäten nicht alleine verbessert werden können. Es liegt an den politischen EntscheidungsträgerInnen, die längst beschlossene Steigerung der Universitätsfinanzierung rasch umzusetzen und die universitären Rahmenbedingungen entsprechend zu ändern.

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