Mölzer: Europas Sicherheit wird am Balkan und nicht am Hindukusch verteidigt!

Wien (OTS) - EU darf sich nicht in Afghanistan-Krieg hineinziehen lassen oder Superzahlmeister spielen - Ruhe und Ordnung am Balkan muss für Brüssel im Mittelpunkt stehen

Die EU müsse es vermeiden, noch stärker in den Afghanistan-Krieg hineingezogen zu werden, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer zum heutigen Außenministerrat in Brüssel.
"Je länger dieser von den USA begonnene Krieg dauert, desto schlechter wird die Sicherheitslage in Afghanistan.
Weil dieser Krieg nicht zu gewinnen ist, müssen die EU-Staaten bei der internationalen Afghanistan-Konferenz am Donnerstag in London die Forderung aus Washington nach einer Truppenaufstockung entschieden ablehnen. Die EU muss aufhören, den verlängerten Arm der USA zu spielen, " forderte Mölzer, der auch Mitglied des außenpolitischen Ausschusses des Europäischen Parlaments ist.

Denn sollte sich Europa noch mehr im Krieg am Hindukusch verstricken, dann laufe es Gefahr, Ressourcen zu verschwenden, die anderswo abgehen, warnte der freiheitliche EU-Mandatar. "Europas Sicherheit wird nicht am Hindukusch verteidigt. Vielmehr muss es die Aufgabe der EU sein, am Balkan für Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Und gerade in Bosnien-Herzegowina kann sich die Lage jederzeit verschlechtern, sodass ein Eingreifen der EU erforderlich werden kann", so Mölzer weiter.

Außerdem sprach sich der freiheitliche Europa-Abgeordnete dagegen aus, dass die EU in Afghanistan den Superzahlmeister spielt. "Das Geld der europäischen Steuerzahler ist dort auszugeben, wo es auch im Interesse Europas ist. In Maßnahmen zur Bekämpfung der steigenden Arbeitslosigkeit oder in einer Erhöhung der finanziellen Mittel der Grenzschutzagentur Frontex ist es bei weitem besser angelegt als in den Wüsten Afghanistans", schloss Mölzer.

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