VP-Tschirf: Beschämender Umgang Wiens mit seinen Kulturgütern

Sonderbudget für Bezirke gefordert

Wien (OTS) - "Der Wiener Stadtregierung, allen voran Bürgermeister Häupl, ist der Erhalt des typischen Wiener architektonischen Flairs offenbar absolut kein Anliegen. Zahlreiche historische Bauten verkommen immer mehr", so ÖVP Wien Klubobmann Matthias Tschirf in seiner heutigen Pressekonferenz zu diesem Thema.

"Selbst das Wiener Rathaus, eines der Wiener Wahrzeichen, verfällt zusehends. Während die Fassade Richtung Rathausplatz gereinigt und instand gesetzt wurde, verfällt das Rathaus an den Seiten der Lichtenfelsgasse, der Felderstraße sowie auf der Seite zum Friedrich Schmidt-Platz. Der derzeitige Zustand ist beschämend für die Kulturstadt Wien. Der Herr Bürgermeister ist aufgefordert, unverzüglich die notwendigen Sanierungsmaßnahmen vornehmen zu lassen", so Tschirf.

Der schlampige Umgang Wiens mit seinen Kulturdenkmalen manifestiert sich auch bei der denkmalgeschützte Höhenstraße, dem Bürgermeisterhaus in der Bäckerstraße, das im Eigentum von Wiener Wohnen steht, oder der weltbekannten Werkbund-Siedlung im 13. Bezirk. Auch die Reste des Wiener Linienwalls, die von Otto-Wagner gebauten denkmalgeschützten Stadtbahnstationen entlang des Gürtels (Anm.:
jetzt U6 Stationen), die Hermesvilla in Lainz und die Forstvilla im Dehnepark sind in diesem Zusammenhang zu nennen.

Jährlich zusätzlich 1 Million von der Stadt für die Bezirke

Die Erhaltung zahlreicher Kunstdenkmäler oder öffentlicher Bauten, die unter Denkmalschutz stehen, müssen eigentlich aus den finanziellen Mitteln der Bezirke getragen werden. Dies ist aber für die finanziell äußerst knapp bemessenen Bezirksbudgets praktisch unmöglich. Daher verfallen auch andere architektonische Kleinode, weil den Bezirken das Geld etwa für die Sanierung von historischen WC-Anlagen, wie im Türkenschanzpark (Währing) oder im Schönburgpark (Josefstadt) fehlen würde. Und wenn es um umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, wie etwa die der Höhenstraße gehe, so müsse im Einvernehmen mit den Bezirken Sonderlösungen erarbeitet werden.

"Die Stadt Wien darf sich ihrer Verantwortung für die historische Bausubstanz in Wien nicht entziehen. Sie muss den Bezirken zum Erhalt ihrer Kulturdenkmale ein Sonderbudget zur Verfügung stellen. Eine Million Euro jährlich wäre das Mindeste und ein erster realistischer Schritt", meint ÖVP Klubobmann Tschirf.
"Insgesamt muss der Erhalt der Kunstdenkmäler in Wien lückenlos erfolgen, um nicht durch das Desinteresse der SPÖ-Stadtregierung unwiederbringliches Kulturgut für immer zu verlieren", betont Tschirf abschließend.

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