"trend": Bruderzwist in der blauen Wirtschaft

Heinz Christian Strache schickt die FPÖ-Liste "Pro Mittelstand" in den Wirtschaftskammer-Wahlkampf und schaltet damit den "Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender" aus.

Wien (OTS) - Fritz Amann, Bundesobmann des Rings Freiheiticher Wirtschaftstreibender (RFW) und Klubobmann der FPÖ im Vorarlberger Landtag, kritisiert FPÖ-Parteiobmann Heinz Christian Strache direkt. "Die FPÖ hat mit Unternehmern nichts am Hut, die wollen nur das Geld der Wirtschaft für die Parteikasse." Amanns Kritik an der Parteispitze klingt fundamental: "Die handelnden Personen in der FPÖ entwickeln sich in völlig falsche Richtungen", zitiert das am kommenden Montag erscheinende Wirtschaftsmagazin "trend" den blauen Mandatar.
Der Grund des Ärgers: Heinz Christian Strache baut, in direkter Konkurrenz zum liberalen RFW, eine neue, eng an die Partei gekoppelte Plattform "FPÖ pro Mittelstand" auf und schickt diese offiziell "als einzige freiheitliche Vertretung" in den Wirtschaftskammer-Wahlkampf.

Organisatorischen Rückhalt erhält die neue blaue Wirtschaftstruppe aus dem Büro des dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf, Spitzenkandidatin ist Barbara Kappel, "Managing Director" von "Austrian Technologies" und frühere Mitarbeiterin der Industriellenvereinigung bzw. von Ex-FPÖ-Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn.
Kappel kandidiert in Wien, ihr direkter Gegenspieler heißt Detlev Neudeck. Unter Susanne Riess-Passer war der Immobilientreuhänder und Heurigenbesitzer für die blauen Parteifinanzen verantwortlich; 2006 trat er aus der FPÖ aus, blieb aber Obmann des Wiener RFW - und ist nun wieder dessen Wiener Spitzenkandidat. Neudecks Hoffnung: "Unsere Basis unter den Wirtschaftstreibenden ist allemal breiter als jene der neuen Gruppierung."

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