"profil": ÖBB-Ausstieg wäre billiger möglich gewesen

Investmentbanker setzten die Kosten 2008 um 50 Millionen niedriger an

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hätten die ÖBB möglicherweise zu einem früheren Zeitpunkt billiger aus den Spekulationsgeschäften mit der Deutschen Bank aussteigen können. Ein Totalausfall der bis 2015 laufenden Papiere wäre mit 612,9 Millionen zu Buche geschlagen, Ende der vorvergangenen Woche hatten sich ÖBB und das deutsche Kreditinstitut darauf geeinigt, dass die Bahn gegen eine Zahlung von 295 Millionen Euro aus den umstrittenen Finanzderivaten aussteigen kann. Wie aus einem "profil" vorliegenden Protokoll einer ÖBB-Aufsichtsratssitzung vom 14. August 2008 hervorgeht, waren die Kosten vor eineinhalb Jahren noch deutlich niedriger eingeschätzt worden. "Bei der Auflösung der bestehenden Position erwartet Morgan Stanley einen Verlust von etwa 40 % des Volumens ", steht dazu unter Berufung auf die beigezogene Investmentbank Morgan Stanley im Sitzungsprotokoll. Der Ausstieg hätte demnach 245 Millionen Euro gekostet, 50 Millionen Euro weniger als nun tatsächlich abgeschrieben werden mussten.

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