Kassenverhandlungen: Auch dritte Runde ohne Ergebnis

Kasse zeigte kein Entgegenkommen - Steinhart: "Wir lassen nicht zu, dass ärztliche Leistungen rationiert werden"

Wien (OTS) - Auch die dritte Verhandlungsrunde zwischen der
Wiener Ärztekammer und der Wiener Gebietskrankenkasse blieb Freitagabend ohne klares Ergebnis. "Die Wienerinnen und Wiener brauchen gesundheitliche Versorgung, wir wollen auch weiterhin gute ärztliche Qualität liefern, aber wir lassen sicher nicht zu, dass die Kasse Leistungen oder das Angebot für unsere Patienten rationiert", erklärt Johannes Steinhart, Vizepräsident und Verhandlungsführer seitens der Ärztekammer. ****

An oberster Stelle stand in der dritten Verhandlungsrunde - aus Sicht der Ärztekammer - das Versorgungsangebot für die Versicherten. Die Wiener Ärztekammer forderte zusätzliche Kassenstellen sowie eine Erweiterung des Angebots für ihre Patienten. Demgegenüber kündigte die Kasse an, bis zu 70 Kassenordinationen ohne Nachfolge schließen zu wollen. Geht es nach der Kasse, sollen auch in bestehenden Ordinationen in Zukunft weniger Patienten versorgt werden, mit der Begründung, so die Kosten senken zu wollen. Die Patienten sollten vermehrt in Spitalsambulanzen geschickt werden.

"Wir haben der Wiener Gebietskrankenkasse heute Alternativangebote unterbreitet, um die Verhandlungen einmal auf wirklich konstruktiver Ebene zu führen", so Steinhart. Das vom Verhandlungsteam der Ärztekammer vorgestellte Paket diente in erster Linie dazu, den Bürokratieabbau in den Ordinationen zu fördern, und stelle für Patienten wie auch für Ärztinnen und Ärzte "enorme Erleichterungen im Praxisalltag" dar. Steinhart: "Die Kasse hat die Katze heute aus dem Sack gelassen: Sie will am Patienten sparen." (kp)

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