Schwentner: Werberat ist zahnloses Instrumentarium

Gesetzliche Maßnahmen gegen Sexismus in der Werbung prüfen

Wien (OTS) - Die Bilanz des Österreichischen Werberats über das Jahr 2009 bestätigt Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, in ihrer Meinung, dass gegen Sexismus in der Werbung nicht scharf genug vorgegangen wird: " Der Werberat als Selbstregulierungsinstanz der Wirtschaft ist zahnlos. Dieses Gremium ist bei vielen Beschwerdefällen entweder unzuständig oder will anderen Wirtschaftstreibenden nicht zu sehr auf die Zehen steigen. Nur so lässt es sich erklären, dass der Werberat nur in jedem fünfzigsten Fall zum Stopp einer Kampagne auffordert". Obwohl es 2008 und 2009 mit über 200 Fällen etwa doppelt so viele Beschwerdefälle wie 2007 gegeben habe, kam es nur in vier Fällen zu einem sofortigen Stopp der Werbekampagne. 2007 war das immerhin noch achtmal der Fall.

"Die Selbstregulierung durch die Wirtschaft reicht nicht aus, dafür ist die Sensibilität bei den Unternehmen einfach nicht groß genug . Wenn ein Unternehmen die Aufforderung zum Stopp einer sexistischen Werbekampagne nicht ernst nimmt, kann der Werberat keine Sanktionen setzen. Es braucht daher eine unabhängige Stelle, die im Fall von sexistischer Werbung besser durchgreifen kann. Die Möglichkeit gesetzlicher Maßnahmen gegen Sexismus sollten jedenfalls geprüft werden", fordert Schwentner.

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