Wirtschaftsverband NÖ für staatlichen Versicherungsschutz gegen Betriebsausfall

Präsident Günter Ernst: "Bessere soziale Absicherung für kleine Gewerbetreibende und JungunternehmerInnen nötig"

St. Pölten (OTS) - Geht es nach dem Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Niederösterreich sollen Selbständige im Krankheitsfall besser abgesichert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt sich der Präsident des SWV NÖ, Günter ERNST, für einen staatlichen Versicherungsschutz gegen Betriebsausfall ein. "Wenn EinpersonenunternehmerInnen wegen einer Erkrankung nicht arbeiten können, dann verfügen sie über keinerlei Einkünfte. Dauert die Krankheit länger, werden deshalb oft der Weiterbestand des Betriebes und die gesamte Existenz des Gewerbetreibenden gefährdet. Eine stärkere soziale Absicherung wäre nicht nur im Interesse der Betroffenen, sondern auch der Wirtschaft und der öffentlichen Hand", begründet Ernst seinen Vorstoß.

"Ein staatlicher Versicherungsschutz gegen Betriebsausfall durch Krankheit würde die persönliche Situation von GründerInnen, EinpersonenunternehmerInnen, aber auch von vielen anderen kleinen Gewerbetreibenden verbessern. Denn auch in Betrieben mit ein oder zwei MitarbeiterInnen führt ein Ausfall des Chefs oder der Chefin häufig zu einem drastischen Rückgang der Einnahmen."

In den meisten Fällen könne hier auch kein Ersatz einspringen, weil die Produkte oder Dienstleistungen dieser Betriebe oft derart spezialisiert sind, dass sie nur vom erkrankten Unternehmer oder der Unternehmerin hergestellt bzw. geleistet werden können, gibt der Vizepräsident der Wirtschaftskammer NÖ zu bedenken.

Außer Frage stehe zudem, dass nicht nur ein persönlicher, sondern auch ein volkswirtschaftlicher Schaden eintritt, wenn ein Betrieb wegen einer Erkrankung des Gewerbetreibenden zusperren muss. "Denn viele Einpersonenunternehmen und kleine Betriebe arbeiten anderen Unternehmen und manchmal sogar Leitbetrieben zu oder haben in einem Ort für die EinwohnerInnen eine wichtige Funktion als Nahversorger."

"Auch diese KundInnen leiden darunter, wenn ihnen etablierte und erfolgreiche Partnerbetriebe und Geschäfte aufgrund einer Erkrankung des Unternehmers oder der Unternehmerin plötzlich abhanden kommen. Genauso betroffen wäre die öffentliche Hand, muss sie doch in diesem Fall auf Steuereinnahmen verzichten und stattdessen dem Gewerbetreibenden, der seine selbständige Tätigkeit aufgeben muss, möglicherweise Arbeitslosengeld auszahlen."

"In einem ersten Schritt könnte schon mit relativ geringem Aufwand eine wirksame Regelung getroffen werden, um UnternehmerInnen und deren Betriebe bei längerer Krankheit besser abzusichern", verlangt Wirtschaftsverband NÖ-Präsident Ernst, dass es rasch zu einer Entgeltfortzahlung für EinpersonenunternehmerInnen und kleine Gewerbetreibende kommt.

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