Kössl: Integration ist kein Angebot, sondern Pflicht

ÖVP-Sicherheitssprecher: Wille zur Integration muss auf allen Seiten gegeben sein!

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Massive Unterstützung erhält der Nationale Aktionsplan für Integration von Bundesministerin Maria Fekter aus dem Parlament: Für ÖVP-Sicherheitssprecher Abg. Günter Kössl stellt der Aktionsplan das notwendige Mindestmaß an Maßnahmen dar, damit Integration überhaupt funktionieren kann. ****

Neben wichtigen allgemeinen Leitlinien über Bildung, Arbeit und Beruf, Rechtsstaat, Werte, Gesundheit, Soziales, Wohnen und die regionale Dimension der Integration fordert der Nationale Aktionsplan auch bessere Deutschkenntnisse für Zuwanderer ein. Deshalb werden nicht nur gezielt Einrichtungen der Erwachsenenbildung und die sprachliche Förderung für Kleinkinder im Kindergarten und in den Schulen weiter ausgebaut, sondern auch sprachliche Fähigkeiten vor der Einreise nach Österreich verlangt. Zusätzlich wird die Höherqualifizierung von Migranten gesichert, wenn bei der Auszahlung der Familienbeihilfe an Personen zwischen 18 und 21 Jahren überprüft wird, ob deren Leistungs- und Arbeitsbereitschaft auch vorhanden ist, führte Kössl aus.

Kössl: "Sprache ist die Voraussetzung für erfolgreiche Integration. Alle, die dauerhaft in unserer Heimat leben wollen, müssen bereit sein, die Landessprache zu erlernen. Dieser Grundsatz ist längst auch in anderen Staaten gültig, warum also nicht auch in Österreich". Der Abgeordnete weist die Kritik mancher Fachexperten, die sich in den letzten Tagen zum Aktionsplan ablehnend geäußert haben, entschieden zurück. Ihnen sei im Rahmen der Maßnahmenerarbeitung genug Platz eingeräumt worden, sich zu artikulieren. Jetzt sind zur Umsetzung des Aktionsplanes die gewählten Vertreter des Volkes am Zug: "Wer nicht einsieht, dass es bereits große Schwierigkeiten im Alltag gibt, nämlich dann, wenn die einfachen Besorgungen des täglichen Lebens nicht mehr möglich sind, weil Österreicher ihr Gegenüber nicht mehr verstehen, der verkennt die Realität und öffnet der Fremdenfeindlichkeit Tür und Tor."

Die Aneignung von adäquaten Sprachkenntnissen als Teil einer erfolgreichen Integrationspolitik, wie es auch Zuwanderer selbst bestätigen, sei nicht als wohlgefälliges Angebot des Staates zu betrachten, sondern als unabdingbare Pflicht. "Die Entscheidung, ob jemand in Österreich ansässig werden will, wird im Ursprungsland getroffen und muss schon dort von der Bereitschaft abhängig sein, die deutsche Sprache zu erlernen und die österreichische Kultur, die Rechts- und Werteordnung zu akzeptieren", ist der Abgeordnete überzeugt.

Integration bedeutet auch Eigenverantwortung des Zuwanderers hinsichtlich seiner Chancen im neuen Heimatland: "Das, was wir von den eigenen Staatsbürgern verlangen, kann auch von Migranten verlangt werden. Der Wille zur Integration muss auf allen Seiten gegeben sein", so der Sicherheitssprecher abschließend.
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