RfW-Wahlauftakt in Kärnten: Krenn will Wirtschaftsbund-Absolute brechen

Wirtschaftskammern gaben 2009 fast 16 Millionen Euro für Eigenwerbung aus - Landesrat Dobernig: WK-Präsident Pacher arbeitet gegen Kärnten

Pörtschach (OTS/RfW) - Die Ansage, als erstes Bundesland Österreichs die absolute Mehrheit des ÖVP-Wirtschaftsbundes brechen zu wollen, stand Donnerstagabend im Mittelpunkt des RfW-Wahlkampfauftaktes für die Wirtschaftskammerwahl am 1. und 2. März in Kärnten. "Weg mit der absoluten Mehrheit und Schluss mit der schwarzen Wirtschaftspolitik, die uns in den vergangenen Jahrzehnten in politische Abhängigkeit gebracht hat", betonte Spitzenkandidat Matthias Krenn im Pörtschacher Congress Center. Finanzlandesrat Harald Dobernig warf dem Kärntner Wirtschaftskammerpräsidenten Franz Pacher vor, gegen das Land zu arbeiten.

Die jüngsten Turbulenzen im freiheitlichen Lager bezeichnete Krenn vor rund 350 Kandidaten und Sympathisanten des RfW als "nicht hilfreich" im laufenden Wahlkampf. Allerdings habe der RfW als eine Interessensgemeinschaft für Unternehmer nie Partei-, sondern nur Wirtschaftspolitik gemacht. Krenn: "Wir waren immer eine homogene Einheit, egal ob blaue, orange, unabhängige oder ehemalige Wirtschaftsbündler unter das Dach des RfW gefunden haben." Der RfW sei "das einzig glaubwürdige Sprachrohr der Kleinen, tritt für Demokratie innerhalb der Wirtschaftskammer ein und steht für Dialog anstelle von Streit".

Den amtierenden Kärntner WK-Chef Pacher nannte Krenn einen "Halbzeit-Präsidenten". Es sei nämlich schon ausgemachte Sache, dass ihm im Falle seiner Wiederwahl nach einer gewissen Zeit "einer der meistgeförderten Großunternehmer des Landes Kärnten" nachfolgen solle, und dann werde die Wirtschaftskammer in Kärnten wohl endgültig kein Ansprechpartner mehr für Kleinunternehmer sein.
Landesrat Dobernig warf dem Kärntner WK-Präsidenten vor, durch sein Verhalten zunehmend die Regierungskoalition von Freiheitlichen und Volkspartei zu gefährden: "Er arbeitet nicht für, sondern gegen Kärnten." Er selbst wolle hingegen gemeinsam mit dem RfW die künftige Wirtschaftspolitik gestalten, sagte Dobernig. Wie gut diese Zusammenarbeit funktioniere, habe sich im vergangenen Jahr gezeigt, als man im Kampf gegen die Krise gemeinsam das "Kärntner Konjunkturpaket" geschnürt habe. Dobernig: "Wenn Matthias Krenn Präsident wird, gibt es engste Kooperation zwischen Regierung und Wirtschaftskammer." Der Landesrat attestierte dem RfW-Spitzenkandidaten auch, eine Integrationsfigur im freiheitlichen Lager zu sein: "Er kann jene Klammer schaffen im Dritten Lager, um gemeinsam Wirtschaftspolitik zu betreiben."

Der Finanzlandesrat sagte dem RfW auch Unterstützung für seine jüngste Aktion "Kärntner helfen Kärntnern" zu. Dabei geht es darum, sowohl Unternehmer als auch Konsumenten dafür zu sensibilisieren, Produkte aus Kärnten zu bevorzugen. Durch die Vergabe eines eigenen Wertschöpfungssiegels sollen Konsumenten sofort erkennen, "wo Kärnten drin ist". Man müsse jede Möglichkeit ergreifen, um die heimische Betriebe zu stärken und damit die Arbeitsplätze abzusichern beziehungsweise neue zu schaffen, so Dobernig.

Als seine wichtigsten Ziele nannte RfW-Spitzenkandidat Matthias Krenn die Abschaffung der Mehrfachmitgliedschaften bei der Kammer, eine radikale Reform der heute "zahnlosen" Rechtsabteilung sowie das Abgehen von der üblichen Einmalberatung in der Kammer hin zu einer permanenten Begleitung, etwa bei Förderungs- und Kreditansuchen. Des weiteren will Krenn durch eine gezielte Unterstützung des Einzelhandels die Innenstädte wieder beleben, den Förderdschungel roden, die investitionshemmenden Maastricht-Kriterien für die Gemeinden abschaffen und die Anmeldepflicht für enge Familienangehörige, wenn sie im Betrieb kurzfristig gebraucht werden, beseitigt wissen.

Eine weitere Hauptforderung Krenns lautet: "Mehr Eigenkapital für die Betriebe durch eine Senkung der Unternehmenssteuern". Mehr Eigenkapital würde weniger Förderungen und eine geringere Abhängigkeit von den Banken bedeuten. Krenn: "Leistung muss sich wieder lohnen!"

Bundesratspräsident Peter Mitterer erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der RfW jene Fraktion in der Kärntner Wirtschaftskammer sei, die in den vergangenen fünf Jahre am meisten Anträge eingebracht habe und "mit Sicherheit auch jene ist, deren Funktionäre am häufigsten persönlichen Kontakt zu den Mitgliedern haben". Dafür sei in erster Linie Landesgeschäftsführer Herwig Druml verantwortlich. Im Hinblick auf das Wahlziel des RfW meinte Mitterer, absolute Mehrheiten seien nie gut, weder in der Politik noch in der Wirtschaftspolitik. Es sollte nämlich "nicht nur einer bestimmen".

Bei der Veranstaltung in Pörtschach wurde auch der neu installierte Ombudsmann des RfW Kärnten vorgestellt. Der Klagenfurter Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater Ernst Kohlfürst nimmt sich ab sofort der Sorgen der Unternehmer an, und zwar in enger Kooperation mit dem Kärntner Unternehmer Service.
Für die Wahl des RfW beziehungsweise seines Spitzenkandidaten hat sich auch ein "Personenkomitee für Matthias Krenn" formiert, das sich kommende Woche vorstellen wird.

Bilder zum downloaden finden Sie unter:
ftp://ftpdie1nscom@kundenftp.xpirio.net/RFW/FotosWahlauftakt.zip

BILDUNTERSCHRIFTEN:

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RfW-Kärnten Spitzenkandidat Matthias Krenn bei seinem motivierenden und griffigen Referat

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Die RfW-Kärnten-Familie probt beim Wahlauftakt die starke gemeinsame Stimme,
li. RfW-Kärnten GF Herwig Druml

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Ein Auszug der Rfw-Kandidaten

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Neuinstalliert der RfW Ombudsmann v. l. n. r. Herwig Kampl, Leiter Unternehmerservice der Kärntner Landesregierung, Matthias Krenn Spitzenkandidat, Dr. Ernst Kohlfürst, RfW Ombudsmann

Fotos: Martin Steinthaler

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