Lichtenberger: Fekter leistet Einsatz von Nacktscannern Vorschub

Gestrige Fekter-Aussagen von wenig Fachwissen beeinträchtigt

Wien (OTS) - "Innenministerin Fekter leistet dem Einsatz von Nacktscannern Vorschub, wenn sie einen völlig schiefen Vergleich zur Rechtfertigung heranzieht", kritisiert Eva Lichtenberger, Europaabgeordnete der Grünen. Fekter sagte gestern wörtlich in der Zib 1: 'Wenn ich mich nicht ganz nackt ausziehen müsste, würde ich lieber durch einen Scanner gehen'. "Fekter suggeriert damit, dass Passagiere nur mehr die Wahl hätten zwischen nackt ausziehen und Nachtscanner. Das ist ein völliger Humbug und von wenig Fachwissen beeinträchtigt, denn es wird ja auch sonst nicht jeder Passagier nackt ausgezogen. Tatsache ist, dass der Nacktscanner das händische Abtasten nicht erspart, weil jeder Verdacht händisch überprüft werden muss", so Lichtenberger.

Fekter sollte lieber mal abwarten, bis die Fragen des EU-Parlaments beantwortet sind. Dieses hat verlangt, dass es eine Prüfung auf Auswirkungen auf die Gesundheit der Passagiere gibt. Weiters ist bislang völlig offen, ob am Körper versteckter Sprengstoff wirklich entdeckt werden kann. "Offenbar soll der Nacktscanner im Schnellschussverfahren eingeführt werden, wie bei der verbotenen Mitnahme von Flüssigkeiten, wo bis heute dem EP keine Belege für die Effizienz dieser Maßnahme vorgelegt wurden", so Lichtenberger.

Der Einsatz des Nacktscanners wäre zudem eine reine Machtdemonstration. Es ist nach wie vor nicht aufgeklärt, warum man nicht ein Körperschema nimmt und nur jene Stellen markiert, wo verdächtige Objekte entdeckt wurden. Es ist völlig unnötig, den je individuellen Körper abzubilden. - Schließlich wären die Kosten für die Flughäfen enorm und es würde zu einer Verlangsamung der Abfertigung kommen.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002